Feiern unter Corona-Bedingungen: Straßenfest soll Kultur-Wochenende werden

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Großveranstaltungen sind wegen der Covid-19-Pandemie bis zum 31. Oktober verboten. Ein Traditionsfest im Dortmunder Westen könnte im September trotzdem stattfinden – mit neuem Konzept und Namen.

Mengede

, 10.08.2020, 14:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem das beliebte Mengeder Gaudium wegen der Covid-19-Pandemie im Juni ausfallen musste, könnte der nächsten Großveranstaltung im Stadtbezirk ein ähnliches Schicksal erspart bleiben: Denn mit vereinten Kräften wird aktuell daran gearbeitet, am 5. und 6. September das beliebte Michaelisfest als Michaelis Kultur-Wochenende zu feiern.

Die gute Nachricht für alle Anhänger der Traditionsveranstaltung veröffentlichte Ingo Plettner, Geschäftsführer der Agentur AP Events, am Sonntag (9.8.) auf Facebook: In diesem Jahr finde das Michaelisfest unter Berücksichtigung der Covid-19-Schutzverordnung mit abgespecktem und geänderten Konzept statt, heißt es in dem Post. „Frei dem Motto: Michaelis Kultur-Wochenende.“ Auch ein verkaufsoffener Sonntag sei in Planung.

Begrenzte Fläche und begrenzte Besucherzahl

Gegenüber dieser Redaktion wollte der Agentur-Chef am Montag (10.8.) allerdings keine weiteren Details zum Konzept verraten. „Wir warten noch auf die Genehmigung der Stadt. Die Anträge sind seit vergangener Woche raus.“ Das Konzept habe seine Agentur bereits in anderen Städten wie Köln und Münster getestet. „Da hat es mit der Genehmigung geklappt.“

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Die Veranstaltung soll im Amtshauspark und auf dem Amtshaus-Parkplatz in Mengede realisiert werden. „Wir würden also auf einer begrenzten Fläche feiern“, betont Plettner. Auch die Anzahl der Besucher müsse man begrenzen, eine Registrierung am Eingang sei unumgänglich.

„Veranstaltung ist noch nicht safe“

Die Entscheidung, das Michaelisfest in abgespeckter Form als Michaelis Kultur-Wochenende zu feiern, haben das Stadtbezirksmarketing Mengede, Schausteller-Chef Patrick Arens und die Agentur AP Events gemeinsam getroffen. Für Antje Klein, Geschäftsführerin des Stadtbezirksmarketings, kommt die Presseanfrage aber deutlich zu früh. „Solange die Veranstaltung nicht safe ist, kann ich dazu nichts sagen.“

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Den Veranstaltern sei es einfach wichtig, das Traditionsfest nicht ganz ausfallen zu lassen, sondern den Menschen vor Ort eine Alternative bieten zu können, so Antje Klein. Genau diesen „ganz ganz heruntergefahrenen Ersatz“ lasse man gerade prüfen. „Und zwar als Kulturveranstaltung, denn Straßenfeste sind ganz klar verboten,“ betont die Geschäftsführerin des Stadtbezirksmarketings.

„Letztlich weiß niemand, was morgen ist“

Auch Bezirksbürgermeister Willi Tölch freut sich, dass für eine Ersatz-Veranstaltung Pläne geschmiedet und Strategien entwickelt wurden. Ob sie aber wirklich zum Einsatz kommen werden, da wagt er keine Prognose: „Das, was in dieser besonderen Situation machbar ist, wollen wir umsetzen. Der feste Wille ist da. Doch letztlich weiß niemand, was morgen ist.“

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