Familienkutsche mit Stil

WICKEDE Noch heute schwärmt Walter Stiene (Foto), Ehrenpräsident des Tischtennis-Clubs Wickede, von seinem ersten Auto, einer Borgward Isabella Limousine.

16.07.2008, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Familienkutsche mit Stil

"Das war schon ein besonderer Wagen, schwarz mit weißem Dach und Weißwandreifen", erinnert sich der ehemalige Leiter des Westfalenparks.

"Er war ein richtiges Schnäppchen: Ich habe ihn 1960 für etwa 700 Mark gekauft, er war bereits 100 000 Kilometer gelaufen. Ich bin dann noch weitere 50 000 mit ihm gefahren." Und was zeichnete dieses Kultauto aus, das auch heute noch jedem Autoliebhaber ein Begriff ist? Walter Stiene listet die Vorteile auf: "Die Isabella war eine gute Familienkutsche. Sie hatte eine durchgehende Vorderbank, so dass wir mit unseren vier Söhnen viel Platz hatten: Der Jüngste kam vorne zwischen meine Frau und mich, die anderen drei hatten dann hinten mehr Bewegungsfreiheit." Des Weiteren lobt der Borgward-Fan den großen Kofferraum, die "wunderbaren" Sitze und die gute Rundumsicht des Autos, das für die damaligen Verhältnisse mit etwa 100 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h eine recht starke Motorisierung hatte.

"So manches Mal sind wir mit ihm in den Urlaub nach Grömitz an der Ostsee gefahren. Toll war auch die Lenkradschaltung", nennt der Wickeder ein weiteres Detail. Später hatte er noch zwei weitere Borgwards, darunter einen in Reseda-Grün.

Und Probleme gab es nicht? "Der Auspuff und die Reifen mussten ab und zu erneuert werden, ansonsten lief er tadellos. Einmal habe ich billige, runderneuerte Reifen gekauft. Auf dem Weg ins Allgäu hat es so gerumpelt, dass ich in Ulm eine Werkstatt anfuhr. Ich dachte, es sei etwas mit der Kurbelwelle. Der Werkstattleiter machte eine Probefahrt und zeigte mir dann die Ausbeulungen an den Reifen. Ich musste sofort vier neue kaufen." u.b.

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