Radfahren ist gesund für Körper und Seele. Ganz besonders dann, wenn man seit Wochen viel Zeit zu Hause verbringt. Der ADFC hat vier schöne Fahrradtouren für den Frühling zusammengestellt.

Dortmund

, 18.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Fahrradfahren hält fit und ist gut für die Umwelt. Und, im Hinblick auf das Coronavirus besonders wichtig: Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und ist auch für die Psyche gesund.

„Momentan kann man nicht nur wegen des geringeren Autoverkehrs gut Rad fahren, sondern das Radfahren stärkt auch die Konstitution der Radfahrenden und schützt deutlich mehr vor der Coronainfektion als das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln“, meint auch Werner Blanke, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

Sonne und blauer Himmel sind zwei weitere Gründe, das Fahrrad aus Keller oder Garage zu holen und sich zur ersten Radtour des Jahres aufzumachen. Der ADFC hat vier Rundtouren durch die Dortmunder Stadtbezirke zusammengestellt.

Tour 1: Ohne Steigungen nach Lütgendortmund

  • Die erste Stadtbezirkstour führt von Oespel nach Lütgendortmund und bietet auf 24 Kilometern nahezu ohne Steigung viel Industriekultur. Start- und Endpunkt ist die S-Bahn-Station Oespel. Die Rundtour ist in beiden Richtungen ausgeschildert, der hier beschriebene Weg verläuft links herum.
  • Es geht zuerst abwärts, vorbei am Einkaufszentrum Oespel. Dann wird die A40 und gleich darauf zweimal die A45 überquert. Auf der linken Seite liegt nun das Gut Haumannshof. Auf dem Weg durch Marten kommt man am Westfälischen Schulmuseum vorbei und durch den Citypark.
  • Die Route führt weiter in Richtung Wasserschloss Dellwig. Hinter dem Dellwiger Wald liegt das Industriemuseum Zeche Zollern. Es geht leicht bergauf durch Bövinghausen und nach Lütgendortmund.
  • Am Volksgarten vorbei kommt man ins Zentrum. Die Strecke führt bis an die Grenze zu Bochum und entlang der A40, bald geht es über Feldwege bis nach Kley und durch das Waldgebiet Dorney. Am Dorfplatz vorbei, dann geht es die Straße hinunter und zum Ausgangspunkt zurück.

Tour 2: Mit Steigungen durch Hombruch

  • Die zweite Tour ist 26 Kilometer lang. Die Strecke ist in Teilen hügelig und führt über Asphalt, aber auch über Feld-, Wald- und Schotterwege. Der ADFC stuft sie als mittelschwierig ein. Wer sich an der Tour durch Hombruch und Umgebung versucht, sollte also nicht ganz untrainiert sein.
  • Startpunkt und Ziel sind der Parkplatz am Rombergpark. Von hier geht es gegen den Uhrzeigersinn los in Richtung Ardeystraße. Nach knapp einem Kilometer führt die Route am WDR-Studio vorbei in die Bolmke und zur Kleingartenanlage „Zur Quelle“.
  • Dort fährt man rechts am Zaun entlang und unten wieder links. Der Krückenweg, die Verlängerung der Wittekindstraße, wird überquert und es geht weiter durch den Vorort Schönau bis zur Schnettkerbrücke. Es lohnt sich, bis zur Brücke zu fahren, denn von dort hat man einen schönen Blick auf die im Tal liegende Emscher.
  • Fährt man weiter, so erreicht man bald den momentan ruhigen Campus der TU, auf dem es normalerweise mit 35.000 Studenten lebendig zugeht. Der Weg führt an einer der Endstationen der H-Bahn vorbei über den Campus. Es geht auf drei Windkrafträder und das Autobahnkreuz Dortmund/Witten zu.
  • Nun beginnt in Löttringhausen der 4,5 Kilometer lange Anstieg zur Bittermark mit der Gedenkstätte Mahnmal Bittermark. Als Belohnung geht es danach ebenfalls 4,5 Kilometer bergab. Der Weg führt dann hinter dem Zoo an der Seelöwenanlage vorbei und zurück zum Eingang des Rombergparks.

Tour 3: Familienfreundlich durch Brackel und Wickede

  • Ausgangspunkt der 28 Kilometer langen, für Anfänger und Familien geeigneten Tour ist die S-Bahn-Haltestelle Knappschaftskrankenhaus. Der ADFC stuft sie als leicht ein. Die Tour ist in beiden Richtungen ausgeschildert. Zu empfehlen ist aber, sie gegen den Uhrzeigersinn zu fahren.
  • So führt der Weg zwischen dem Hauptfriedhof und dem Jüdischem Friedhof entlang zur B1. Dort geht es links herum nach Asseln. Auf der gegenüberliegenden Seite der B1 erkennt man den Neubau der Deutschen Bundesbank.
  • Nach einem Weg mit leichter Steigung durch die Felder erreicht man die Landebahn des Dortmunder Flughafens. Es geht links weiter durch Wickede und von dort durch das Naturschutzgebiet Wickeder Osterholz mit dem dahinterliegenden Plettenbrink-See.
  • Die Route führt nun durch Felder und das Wickeder Holz bis zum Neubaugebiet Hohenbuschei mit dem Trainingsgelände des BVB. Nach einer Fahr durch den Vorort Brackel erreicht man den Startpunkt wieder.

Tour 4: Eine kurze Runde durch Scharnhorst

  • Die letzte ausgewählte Tour ist nur elf Kilometer lang und hat kaum Steigungen. Streckenweise ist die Fahrbahn zwar nicht asphaltiert und es geht an dichtem Gehölz vorbei, der ADFC stuft die Tour aber trotzdem als leicht ein.
  • Los geht es am Bahnhof Dortmund Scharnhorst an der Flughafenstraße. Vom Parkplatz aus führt die Route hinter der Flughafenstraße unter der Brücke hindurch. Kurz danach biegt der Weg rechts ab und führt über die Fuß- und Fahrradbrücke über die Schienen.
  • Vorbei an einem Regenrückstaubecken führt die Strecke bis zur B236. Weiter geht es parallel zur Bundesstraße und anschließend an einer Eisenbahnstrecke entlang bis kurz vor Derne.
  • Dann biegt die Route nach Grevel ab. Hinter Grevel beginnen das Feld und das Naturschutzgebiet Buschei. Wenn man die Flughafenstraße wieder erreicht, hat man zwei Möglichkeiten zur Weiterfahrt.
  • Die erste führt an der Flughafenstraße entlang über die Straßenbrücke, die zweite zum Rückhaltebecken und über die vorher gefahrene Brücke wieder zum Startpunkt zurück.

Mehr Informationen, Karten zu den Routen und viele weitere Touren gibt es unter www.adfc-nrw.de

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