Experten sehen Umzug der Mayerschen als Chance für Dortmund

dzWestenhellweg

Mit dem Umzug der Mayerschen Buchhandlung droht der City ein weiterer Leerstand. Ausgerechnet ein weiterer Leerstand im Umfeld könnte laut Experten aber verhindern, dass die Ecke verkommt.

Dortmund

, 23.01.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die Mayersche Buchhandlung seine Räume am Westenhellweg 42 verlässt, könnte theoretisch ein ganzer Straßenabschnitt zum Leerstand werden. Um das Ladenlokal herum schlängelt sich nämlich die alte Esprit-Filiale, die schon seit Mai 2019 ohne Mieter ist.

Was nach dem Umzug der Buchhandlung mit dem Abschnitt der Hansastraße zwischen Westenhellweg und Kampstraße, an dem beide Ladenflächen liegen, passiert, ist derzeit noch offen. Weder die Mayersche Buchhandlung noch die R+V Versicherung, die die Immobilie mit verwaltet, äußern sich aktuell zu dem Umzug.

Dortmunder Einzelhandels-Experten machen sich jedoch keine großen Sorgen um den Gebäudekomplex. „Der Wegzug bietet vielmehr eine Chance, das Gebäude neu zu konzipieren“, sagt Axel Schroeder, Geschäftsführer der Postergalerie und zweiter Vorsitzender des Cityrings.

Das Ladenlokal ist ein „Filetstück“ in der Innenstadt

Der R+V Versicherung gehört nämlich nicht nur das Ladenlokal der Mayerschen, sondern auch die leer stehende Esprit-Fläche. Schroeder schlägt vor, beide Ladenlokale zu verbinden und ganz neu aufzuteilen.

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„Ich glaube nicht, dass das gesamte Gebäude von einem einzigen Mieter genutzt wird“, sagt er. Mit einer neuen Aufteilung stünden die Chancen aber gut, dass sich schnell verschiedene neue Mieter finden lassen - besonders mit Blick auf die zentrale Lage der Immobilie.

Das sieht Thomas Schäfer ähnlich. Der Geschäftsführer des Handelsverbands Westfalen-Münsterland bezeichnet die Ecke im Gespräch mit der Redaktion als „Filetstück der City“, das sicherlich leichter zu vermarkten sei als beispielsweise das Westfalenforum.

Auch Schäfer sieht den Umzug der Mayerschen als Chance für die benachbarte Esprit-Fläche: „Vielleicht lassen sich die Flächen zusammen besser vermarkten“, überlegt er.

Umbau der Kampstraße als Chance für das Gebäude

Axel Schroeder merkt außerdem an, dass der geplante Umbau der Kampstraße eine gute Gelegenheit bietet, den alten Eingangsbereich von Esprit, der an der Kampstraße liegt, neu zu gestalten.

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Und was würden die Experten sich für diese Ecke der City wünschen? Thomas Schäfer vom Handelsverband könnte sich einen Branchenmix in dem Gebäude vorstellen: Man könnte Wohnungen in dem Gebäudekomplex unterbringen oder Handwerksbetriebe, die nicht durch Lautstärke oder Schmutz stören. Und das Erdgeschoss könnte als Verkaufsfläche beibehalten werden, schlägt er vor.

Den Vorschlag begrüßt auch Axel Schroeder vom Cityring. Und für den Verkaufsbereich hat er auch schon eine Idee: „Ein Haus für Premiummarken könnte in Dortmund gut funktionieren“, überlegt er. Das könnte zum Beispiel ein Premium-Outletcenter sein.

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