Ex-Konzerthaus-Intendant bekämpft Insolvenzverwalter

BOCHUM/DORTMUND Der ehemalige Intendant des Konzerthauses, Ulrich Andreas Vogt, hat den Insolvenzverwalter seiner zahlungsunfähigen Industriereinigungs-Firma TechnoClean verklagt.

von Von Jörn Hartwich

, 07.07.2008, 15:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
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Der Insolvenzverwalter hatte Vogt im Mai die fristlose Kündigung als Geschäftsführer präsentiert. Das will der Unternehmer nicht akzeptieren. Hintergrund der harten Vorgehensweise ist ein Streit um den Beginn des finanziellen Zusammenbruchs. Der Insolvenzverwalter ist davon überzeugt, dass TechnoClean schon am 30. Oktober 2007 zahlungsunfähig war. Der Insolvenzantrag wurde jedoch erst im Januar gestellt, das Verfahren im Februar offiziell eröffnet.

Vogt selbst hat sich noch nicht zum Vorwurf der Insolvenzverschleppung geäußert. Er war am Montag gar nicht erst zum Prozess erschienen. Sein Anwalt sprach von einer Erkrankung. Wie der Prozess ausgeht, ist daher völlig ungewiss. Eine gütliche Einigung kam nicht zustande. Der nächste Verhandlungstermin ist Ende Oktober. Bis dahin sollen die Anwälte ihre Gründe und Einschätzungen schriftlich an das Gericht schicken.

TechnoClean ist ein Teil der weiterhin aktiven und bundesweit tätigen Vogt-Gruppe.

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