Erstes Wahlkreisparlament in Dortmund: Bürger wollen Leerstand im Stadtbezirk verringern

Kommunalpolitik in Dortmund

Wenig Teilnehmer, intensive Debatte, großer Tatendrang: Das erste Dortmunder Wahlkreisparlament überraschte. In Sachen Leerstand sollen bis zum nächsten Treffen erste Ergebnisse vorliegen.

Lütgendortmund

, 26.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der hohe Leerstand an der Provinzialstraße (B235) nervt die Teilnehmer des ersten Wahlkreisparlaments. Sie wollen aktiv dagegen angehen.

Der hohe Leerstand an der Provinzialstraße nervt die Teilnehmer des ersten Wahlkreisparlaments. Sie wollen aktiv dagegen angehen. © Stephan Schütze

Anfangs war Bärbel Göbel enttäuscht über die geringe Resonanz auf das erste Dortmunder Wahlkreisparlament. „Doch letztlich war es toll, wie konzentriert wir diskutiert haben. Es war spürbar: Die Leute haben Lust, Einfluss zu nehmen und etwas zu bewegen.“

Genau das ist das Ziel des neuen politischen Angebots im Sinne der Basisdemokratie. Die Bürger sollen nicht nur die Themen bestimmen, sondern auch gemeinsam Lösungen finden, hatte Bärbel Göbel in einem früheren Interview erklärt.

Bärbel Göbel hat das erste Dortmunder Wahlkreisparlament maßgeblich vorbereitet.

Bärbel Göbel hat das erste Dortmunder Wahlkreisparlament maßgeblich vorbereitet. Sie hofft auf mehr Resonanz am 15. März ab 14.30 Uhr im Martin-Luther-King-Haus an der Holtestraße 77. © Beate Dönnewald

Die Dortmunderin ist Mitglied in der Partei „Selbstbestimmte Demokraten“ und hat das erste Wahlkreisparlament maßgeblich vorbereitet.

Warum stehen so viele Wohnungen an der Provinzialstraße leer?

Zehn Bürger fanden den Weg ins Martin-Luther-King-Haus, Holtestraße 77, in Lütgendortmund. Unter anderem debattierten sie über den Leerstand im Stadtbezirk.

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„Wir haben uns gefragt, warum so viele Wohnungen an der Provinzialstraße leer stehen“, so Göbel. Sie habe nun die Aufgabe, in dieser Sache zu recherchieren. Vielleicht seien ja auch Enteignungen möglich.

Die Ergebnisse wird sie beim nächsten Wahlkreisparlament am Sonntag, 15. März, ab 14.30 Uhr im MLK-Haus vorstellen. Das Parlament ist offen für alle. Jeder kann Vorschläge mitbringen, auch überregionale Themen sind erwünscht. Beim Auftakt ging es zum Beispiel um die Grundrente und das Bildungssystem.

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