Nur vor vereinzelten Geschäften am Westenhellweg bildeten sich am Samstag Schlangen - etwa hier vor New Yorker. © Thomas Thiel
Neues „Click & Meet“-System

Erster Shopping-Samstag des Jahres: So viel war auf dem Westenhellweg los

Zum ersten Mal dieses Jahr durften die Geschäfte in Dortmunds City an einem Samstag öffnen - wenn auch mit strengen Zugangsbeschränkungen. Wie viel war auf dem Westenhellweg los? Ein Rundgang.

Nein, gute äußere Bedingungen waren es nicht für den ersten Samstags-Shoppingbummel seit dem Shutdown Mitte Dezember: Kalter, heftiger Wind fegte durch die Straßen der City, immer wieder gab es teils heftige Regenschauer.

Entsprechend luftig ging es auch auf der wichtigsten Einkaufsstraße Dortmunds, dem Westenhellweg, zu. Problemlos konnten die Passanten den coronakonformen Mindestabstand waren.

Dennoch zeigte sich bei unseren beiden Rundgänge um 11 Uhr und um 15 Uhr: Das Leben am Westenhellweg ist zurück. Die meisten Läden hatten geöffnet, nur vereinzelt blieben Schaufenster dunkel.

Selten sah man Schlangen vor den Geschäften

Wer in sie rein wollte, musste vorab einen Termin vereinbaren – so will es das „Shop & Meet“-System, das seit Montag (8.3.) als Voraussetzung für Ladenöffnungen in Kraft ist und gewährleisten soll, dass das Corona-Ansteckungsrisiko in den Geschäften so gering wie möglich ist.

Die meisten Geschäfte haben jedoch Wege gefunden, um die Eintrittsschwelle für ihre Kunden so gering wie möglich zu halten: Überall an den Schaufenstern des Westenhellwegs prangen QR-Codes, die man mit seinem Smartphone einscannen und einen Termin vereinbaren kann, oft für „jetzt sofort“. Andere Geschäfte wie zum Beispiel Karstadt bieten auch klassische Registrierungen mit Stift und Papier für den Spontan-Einkauf an.

So werden viele Kunden am Samstag (13.3.) sehr schnell in die Läden ihrer Wahl gekommen sein. Nur vor vereinzelten Geschäften gab es bei unseren Rundgängen Schlangen – etwa vor der Filiale der Modekette „New Yorker“, vor der gegen 15.30 Uhr knapp 20 Menschen warteten. Doch selbst dort dauerte es nur einige Minuten, bis man drinnen war.

Ganz ohne Wartezeit ging dies beim größten Geschäft am Westenhellweg, dem Karstadt-Kaufhaus. Im Innern war am Nachmittag zwar mehr los als bei unserem ersten Besuch am Dienstag, dennoch konnte man den anderen Kunden sehr gut aus dem Weg gehen. Lediglich am Mittag sei es etwas drubbelig gewesen, sagte eine Kassiererin zu einem Kunden.

Besucherstärkster Tag des Jahres für Westenhellweg

Am Ende des ersten Samstags mit geöffneten Geschäften seit Mitte Dezember hatte Dortmunds Einkaufsmeile – wenig überraschend – ihren besucherstärksten Tag des bisherigen Jahres erlebt. Im Vergleich zu einem normalen Samstag in Vor-Corona-Zeiten, ja selbst zu den Samstagen im Corona-Sommer 2020, war der Besucherandrang jedoch sehr überschaubar.

Das zeigen die Daten des Einzelhandels-Dienstleisters Hystreet, der die Passantenfrequenz auf dem Westenhellweg mit automatisierten Zählstellen erfasst: Rund 22.500 Menschen waren an diesem Samstag bis zum Ladenschluss um 20 Uhr auf der Einkaufsstraße unterwegs – über 50 Prozent mehr als am Samstag zuvor.

Der Samstags-Durchschnitt für den Westenhellweg, den Hystreet aus allen Samstagen seit dem Beginn seiner Datenerhebung 2018 bildet, liegt jedoch bei knapp 66.500 und damit fast dreimal so hoch. Selbst am Samstag vor einem Jahr (14.3.2020) – es war der letzte Samstag vor dem ersten Corona-Lockdown – hatten sich doppelt so viele Menschen auf dem Westenhellweg getummelt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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Thomas Thiel

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