Neue Dimension des Radfahrens: Erste Fahrradzonen in Dortmund geplant

dzRadverkehr in Dortmund

Zwei Straßen in Dortmund könnten in nächster Zeit zur „Fahrradzone“ werden. Ein Verkehrsschild weist dann auf die Zone hin, die Gleichberechtigung für Radfahrer gegenüber Autos verspricht.

Aplerbeck

, 04.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Möglichkeit ist so neu, dass ein Großteil der Verkehrsteilnehmer, seien es Autofahrer oder Radfahrer, das Verkehrsschild gar nicht kennen werden. Aber es ermöglicht eine Menge für die Zweiräder. Sie sollen auf bestimmten Straßen zusätzliche Sicherheit bekommen.

Es geht um sogenannte Fahrrad-Zonen. Die können, so die Novelle der Straßenverkehrsordnung 2020, ab sofort eingerichtet werden. Vor allem seit Beginn der Corona-Krise wird immer deutlicher, dass sich mehr und mehr Bürger für das Rad entscheiden.

Das neue Verkehrsschild – Fahrradzone.

Das neue Verkehrsschild – Fahrradzone. © Privat

Logisch, lieber an der frischen Luft von A nach B radeln, als in geschlossenen öffentlichen Verkehrsmitteln zu sitzen. Aber: Je mehr Radfahrer unterwegs sind, umso mehr muss die Infrastruktur angepasst werden. Platz wird benötigt, und der kann durch eben diese Fahrrad-Zonen geschaffen werden.

30 km/h Höchstgeschwindigkeit in einer Fahrradzone

Aber was ist überhaupt eine Fahrrad-Zone? Laut ADAC sind in einer Fahrrad-Zone nur Radfahrer erlaubt, außer ein Zusatzschild gibt die Zone auch für andere Verkehrsteilnehmer frei. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h. Mit dem neuen Verkehrszeichen können nun größere zusammenhängende Bereiche nach den Regeln für Fahrradstraßen eingerichtet werden.

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Wenn es nach den Aplerbecker Grünen geht, kommen im Stadtbezirk zunächst einmal zwei Straßen für eine Fahrrad-Zone infrage – in diesen beiden Fällen aber mit Nutzung für weitere Verkehrsteilnehmer.

Zwei Straßen im Stadtbezirk Aplerbeck

Es handelt sich um die Nathmerichstraße in Sölde und um die Schweizer Allee in Aplerbeck. Zwei Straßen, auf denen ohnehin schon immer viele Fahrradfahrer unterwegs sind. Die Schweizer Allee ist ein Schulweg, die Nathmerichstraße der Lückenschluss im Emscherradweg.

„Wir halten das für eine gute Maßnahme“, sagt Benjamin Beckmann (Grüne). Ob es aber dazu kommt, wird die Bezirksvertretung in der Sitzung am 9. Juni entscheiden.

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Falls die weiteren BV-Mitglieder ebenfalls grünes Licht geben, ist in einem weiteren Schritt das Straßenverkehrsamt gefragt, die Fahrrad-Zonen einzurichten. Und dann beginnt die Info-Arbeit der Grünen. Denn das Schild Fahrrad-Zone ist dann zwar ein offizielles Verkehrsschild, aber kaum einer wird die Bedeutung kennen.

Die Grünen haben sich daher fest vorgenommen, die Verkehrsteilnehmer in den ersten Wochen nach der offiziellen Widmung mit Flyern über die Bedeutung des Schildes zu informieren.

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