Entscheidung im Asphaltstreit: So soll der Radweg „Rheinischer Esel“ gestaltet werden

dzRad- und Wanderweg

Seit Monaten streiten Naturschützer und Stadtverwaltung über den Ausbau des Radweges Rheinischer Esel zwischen Löttringhausen und Witten. Jetzt gibt es die Entscheidung der Bezirksregierung.

Dortmund

, 10.09.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Naturnaher Wanderweg oder asphaltierte Radstrecke? Seit Monaten wird über den Aubau des Radwanderweges „Rheinischer Esel“ zwischen Löttringhausen und Witten heftig gestritten. Nach dem geltenden Landschaftsplan ist eine Asphaltdecke für den Radweg eigentlich tabu. Die Stadtverwaltung will allerdings die Bedingungen für den Radverkehr verbessern und deshalb die Schotterdecke durch Asphalt ersetzen.

Geplant war der Asphalt ursprünglich auf der kompletten Länge der ehemaligen Bahnstrecke auf Dortmunder Stadtgebiet - also über gut 2500 Meter bis zur Stadtgrenze Witten. Das rief allerdings Umwelt- und Naturschützer auf den Plan, die Unterschriften gegen die Asphaltierung sammelten.

Vermeintlicher Kompromiss

Ende vergangenen Jahres glaubte man, endlich einen Kompromiss gefunden zu haben. Danach sollte auf einem Teilstück des „Rheinischen Esel“ durch das Landschaftsschutzgebiet Großholthauser Mark auf die Asphaltierung zugunsten einer sogenannten wassergebundenen Decke, ein Belag aus feinen Schottersteinen, verzichtet werden.

Doch es gab neuen Streit um die Frage, wie lang das Teilstück ohne Asphalt sein sollte. Der Naturschutzbeirat plädierte dafür, für den gesamten Trassenabschnitt von rund 1400 Metern Länge zwischen Hellerstraße und Autobahn A45 auf eine Asphaltierung zu verzichten. Die Stadtverwaltung wollte dagegen nur auf einem rund 450 Meter langen Teilstück unmittelbar durch das geplante Naturschutzgebiet Verzicht üben.

Entscheidung aus Arnsberg

Die Folge: Der Naturschutz-Beirat hielt an seinem Widerspruch gegen die Asphaltierung auf der Gesamtstrecke fest. Entscheiden musste letztlich die Bezirksregierung Arnsberg als höhere Naturschutzbehörde.

Und die hat nun im Sinne der Verwaltung entschieden und der Aspaltierung auf dem größeren Teilstück der Strecke zugestimmt. Es wird „nicht davon ausgegangen, dass eine Teilasphaltierung des ‚Rheinischen Esels‘ zu erheblichen Konflikten mit den Belangen des Amphibienschutzes führen wird“, heißt es in dem Schreiben der Bezirksregierung.

Versehen ist die Genehmigung nur mit geringen Auflagen etwa zum schonenden Umgang mit dem Gehölz am Rande der Strecke. Der Asphalt soll außerdem möglichst hell gehalten werden, damit er sich im Sommer nicht so stark aufheizt. Außerdem soll der Eingriff in die Natur durch entsprechende Ersatzmaßnahmen wie Gehölzpflanzungen und Maßnahmen für den Amphibienschutz ausgeglichen werden.

Am 26. September ist der „Rheinische Esel“ mit dieser Botschaft noch einmal Thema im Rat der Stadt.

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