Elektronisches Fahrrad-Parkhaus an der S-Bahn-Station eröffnet

dzRadfahren in Dortmund

Es tut sich etwas für die Fahrradfahrer in Dortmund: Neben neuen Radwegen gibt es nun zwei abschließbare Parkhäuser für Fahrräder in Mengede und Aplerbeck – und noch mehr sind geplant.

Mengede, Aplerbeck

, 03.06.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dortmund ist nicht unbedingt für seine Fahrrad-Freundlichkeit bekannt. Bei einem Test des ADFC deutscher Großstädte landete Dortmund zuletzt auf dem vorletzten Platz. Vielleicht erklärt das, warum Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) am Montagmorgen höchstpersönlich das neue Fahrrad-Parkhaus am Bahnhof Mengede eröffnete. Die Stadt bemüht sich, so das Zeichen nach außen, die Situation für Radfahrer in Dortmund zu verbessern.

Sichere Abstellplätze für Fahrräder

An den S-Bahnhöfen in Mengede und auch in Aplerbeck wurden in den vergangenen Monaten zwei neue Fahrrad-Parkhäuser gebaut. Diese Anlagen bieten Dortmunder Radbesitzern die Möglichkeit, ihr Fahrrad sicher abzustellen, wenn sie ihre weitere Reise mit der Bahn bestreiten. Die sichere Verwahrung ist günstig, für einen Euro am Tag kann man sein Rad mit gutem Gewissen stehen lassen. Für eine Woche bezahlt man fünf Euro, für einen Monat zehn Euro und für ein Jahr 70 Euro.

Einen Abstellplatz muss man vorher online beim Anbieter „Dein Radschloss“ buchen. Jeweils 40 Plätze gibt es in Mengede und Aplerbeck. Zugang zu der Box, von der die Stellplätze umgeben sind, verschafft man sich über eine Zugangskarte oder über VRR-Zeitkarten, sofern man registriert ist. Mit einem Pin-Code, der mit der Buchung kommt, kann man mit einem Smartphone das elektronische Schließsystem ebenfalls öffnen.

Elektronisches Fahrrad-Parkhaus an der S-Bahn-Station eröffnet

An der Realisierung der neuen Fahrradabstellanlagen in Mengede und Aplerbeck waren unter anderem (v.l.) Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der Nahmobilitätsbeauftragte der Stadt, Fabian Menke, der stellv. Leiter des Tiefbauamtes, Jürgen Hannen, Ratsmitglied Torsten Heymann (SPD), der Leiter des Planungsamtes Winfried Sagolla, der Bezirksbürgermeister von Mengede, Wilhelm Tölch, die Geschäftsführerin der Bezirksvertretung Mengede, Antje Klein, und Dr. Heinz-Josef Pohlmann von der DSW21 beteiligt. © Robin Albers

Finanziert wurden die Abstellanlagen durch Fördergelder des Bundesförderwettbewerbs „Klimaschutz durch Radverkehr“ des Bundesumweltministeriums. Im Rahmen dieses Wettbewerbs wurden 1100 Fahrradstellplätze in 15 Städten des VRR-Gebiets errichtet. Die Stadt beteiligte sich mit 26.500 Euro pro Anlage. Vorab mussten Untergrundarbeiten in Höhe von circa 120.000 Euro vorgenommen werden. Zukünftig sollen die Sammelabstellanlagen von der DSW 21 betrieben werden.

Es gibt noch mehr Pläne für Dortmunds Radfahrer

Die Stadt Dortmund plant für die nahe Zukunft noch mehr dieser Anlagen. Im Rahmen des Förderprojektes „Emissionsfreie Innenstadt“ sollen unter anderem an den Bahnhöfen in Kley, Dortmund-West und Hörde weitere Anlagen entstehen. Ein größeres Parkhaus mit 120 bis 150 Plätzen ist zeitnah im Umfeld des Rathauses am Friedensplatz geplant.

Das Thema ist für Oberbürgermeister Ullrich Sierau besonders wichtig: „Entgegen der allgemeinen Meinung, macht die Stadt viel für die Fahrradfahrer.“ Dazu zählen für ihn besonders sichere Abstellplätze, da ihm selbst schon drei Mal ein Fahrrad gestohlen worden sei. „Ein paar Euro für einen sicheren Abstellplatz sind günstiger, als sich immer wieder ein neues Fahrrad kaufen zu müssen“, findet er.

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