Die im vergangenen Sommer noch sehr beliebte Eisdiele „Eiswerk" wird hier an der Kleppingstraße nicht wieder öffnen. Das Unternehmen aus Hemer hat sich aus Dortmund verabschiedet und auch das Geschäft an der Saarlandstraße aufgegeben. © Kevin Kindel
Schlemmen in der City

Eiswerk-Eisdielen bleiben dicht – aber es gibt schon einen Nachfolger

Die Eisdiele „Eiswerk“ wird zur neuen Saison nicht mehr öffnen. Die Firma aus Hemer hat ihre Geschäfte in Dortmund aufgegeben. An der Kleppingstraße ist das Ladenlokal schon neu vermietet.

Für feine Eisspezialitäten aus Naturprodukten stand in Dortmund in den vergangenen Jahren das „Eiswerk“. Das Unternehmen aus Hemer betrieb zwei Eisdielen: an der Kleppingstraße 26 und an der Saarlandstraße 108. Beide werden zur neuen Saison nicht mehr öffnen.

„Wir schließen beide Dortmunder Filialen zum Ende des Jahres und kommen auch in der nächsten Eissaison nicht zurück“, ließ das Eiswerk-Team die Kunden wissen.

Für alle Eisfans hat der Vermieter der Gewerbefläche an der Kleppingstraße jedoch eine gute Nachricht. „Wir haben bereits einen Nachfolger gefunden. Demnächst wird die Dortmunder Firma Hitzefrei dort ihre Eiskreationen anbieten“, sagt Dirk Schoeme auf Anfrage der Redaktion.

Hitzefrei stellt Eis aus Naturprodukten her

In einigen Wochen soll die neue Eisdiele in der City öffnen. „Wir peilen den 1. März an“, sagt Hitzefrei-Gründer Philip Stasinski. Es wird dann der sechste Standort des 2017 am Neuen Graben 67 im Kreuzviertel gestarteten Unternehmens.

Zuvor plant Hitzefrei am 19. Februar bereits die Neueröffnung am Heideweg 53-55 in Holzen als Nachfolger der Sylter Eismanufaktur. Weitere drei Eiscafés gibt es in Essen, Castrop-Rauxel und Unna.

Es waren 2017 drei ehemalige Studenten der TU Dortmund, die sich dazu entschieden, Eis aus Naturprodukten und möglichst umweltschonend zu produzieren. „Die Kunden, die zu uns kommen“, sagt Philip Stasinski, „sollen in einem angenehmen Ambiente sich wohl fühlen und Genuss erleben, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.“

Eine Kugel Eis kostet 1,30 Euro

Ein handwerklich gemachtes Eis mit bis zu 50 Prozent Fruchtanteil und frei von künstlichen Aromen und Zusatzstoffen, das ist das, womit das Unternehmen „Hitzefrei Eiskreationen“ wirbt. „Wir achten schon beim Einkaufen unserer Zutaten auf Nachhaltigkeit, fairen Handel und Bio-Zertifizierungen“, sagt Philip Stasinski.

Außerdem betont er, dass bei der Eis-Herstellung energiesparende Geräte eingesetzt würden. Und die Becher für das Eis zum Mitnehmen seien recyclebar. Für den Kunden kostet eine Kugel Eis am Ende 1,30 Euro.

Von dem Standort an der Kleppingstraße ist Philip Stasinski absolut überzeugt. Dass der Vorgänger Eiswerk sich mit einem ähnlichen Konzept gerade zurückgezogen hat, schreckt ihn nicht. „Das Unternehmen fokussiert sich neu. Die Schließung hat mit dem Standort nichts zu tun. Wir freuen uns auf den Start in der City“, sagt er. Vom Eiswerk-Team selbst war bisher keine Stellungnahme zu bekommen.

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Redaktion Dortmund
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Peter Wulle

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