Eisdiele Hitzefrei im Kreuzviertel führt Pfandbecher-System ein

dzEisdiele Hitzefrei

Die Eisdiele Hitzefrei setzt auf fairen Handel und Nachhaltigkeit. Das soll jetzt auch beim Coffee-to-go zum Tragen kommen. Kunden erhalten Pfandbecher, die sie anderswo abgeben können.

Kreuzviertel

, 25.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Eis verkauft Shahab Nouri am liebsten im Hörnchen, denn dann fällt gar kein Müll an. Für die Kaffee-Kunden suchte der Inhaber der Eisdiele „Hitzefrei Eiskreationen“gemeinsam mit seinen Partnern Philip Stasinski und Benedikt Weinrich schon länger nach einer umweltfreundlichen Lösung. Seit Neuestem bietet Hitzefrei für den schnellen Kaffee für unterwegs Pfandbecher an.

Die rosa und milchkaffeebraunen Becher aus Polypropylen beziehen die Eismacher über den Anbieter „Cup for Cup“, der das System deutschlandweit etablieren will. Die in zwei Größen verfügbaren Becher sind laut Hersteller bis zu 500 Mal verwendbar, spülmaschinenfest und zu 100 Prozent recycelbar. „The Good Cup“ soll in Cafés und Bäckereien, an Tankstellen und Kiosken als Alternative zum Wegwerfbecher dienen.

Kompostierbare Eisbecher

Nouri, Stasinski und Weinrich sind auf der Gastro-Messe in Essen auf das Mehrwegsystem aufmerksam geworden. Das Kreuzviertel sei der richtige Ort dafür, meint Nouri. Allerdings ist Kaffee nicht das Hauptgeschäft in der Eisdiele am neuen Graben 67. Eiskugeln gibt es bei Hitzefrei für diejenigen, die kein Hörnchen mögen, in unbedruckten „Bionatur“-Pappbechern, die kompostierbar sind.

Eisdiele Hitzefrei im Kreuzviertel führt Pfandbecher-System ein

Die kleine Eisdiele am Neuen Graben kennen viele Dortmunder. © Susanne Riese

Nouri hofft, dass sich die Kaffeetrinker auf das Pfandsystem einlassen und sich viele Cafés anschließen. Bislang macht seines Wissens nach das Oma Rosa mit. Das Prinzip: Kunden nehmen sich bei Hitzefrei einen Cappuccino, Kaffee oder Latte Macchiato mit, zahlen einen Euro Pfand und geben den Becher später im Oma Rosa gegen Auszahlung des Pfands wieder ab. „Je mehr mitmachen, desto einfacher wird es“, sagt Shahab Nouri.

Dritter Laden eröffnet in Unna

Auch im zweiten „Hitzefrei“am Markt in Castrop-Rauxel stehen die Mehrwegbecher bereit. Der im kommenden Monat geplante Laden in Unna wird die braunen und rosa Becher ebenfalls anbieten.

Nachhaltigkeit ist den drei Inhabern wichtig, deshalb sind die verlockenden Kreationen auch nicht offen einsehbar. Die Theke mit den geschlossenen Behältern soll bis zu 70 Prozent Energie sparen, so Nouri. Dabei sind die jeweils 16 verschiedenen bunten Sorten hinter der Theke durchaus sehenswert: tiefrotes Himbeer-Minze-Eis, karamellfarbenes Peanut- und pastellgrünes Pistazieneis. Die Milch kommt von einem Hof in Waltrop, die Früchte vom Hof Mertin.

Die Top-Drei unter den 120 Hitzefrei-Eissorten:

1. Omas Brownie (mit Brownies vom Oma Rosa und Belgischer Milchschokolade)
2. Himbeer-Minze (sehr erfrischend)

3. Salziges Karamell („Entweder wird es geliebt oder gehasst.“) und Pistazie („Wenn wir das nicht haben, verlieren wir Kunden.“)

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