Schleuserbande

Einschleusen von Ausländern: Polizei durchsucht Haus in Dortmund

Ein Haus in Dortmund ist am Mittwoch (5.5) durchsucht worden - von einer „Schwerpunktstelle für grenzüberschreitende Kriminalität“ aus Bayern. Es geht um das gewerbsmäßige Einschleusen von Ausländern.
27 geschleuste Menschen stehen vor der Ladefläche eines Lkw. Wegen solcher Szenen hat es auch in Dortmund eine Hausdurchsuchung gegeben. © dpa/Bundespolizei (Symbolbild)

Bereits im Januar hat es bundesweit Durchsuchungen und Festnahmen wegen organisierter Schleuserbanden gegeben – am Mittwoch (5.5.) wurde als Teil des Ermittlungskomplexes auch in Dortmund ein Haus durchsucht.

Polizisten waren zeitgleich in sieben NRW-Städten im Einsatz, in Bottrop und Bad Laasphe (im Kreis Siegen-Wittgenstein) sind zwei Syrer im Alter von 22 und 25 Jahren festgenommen worden. Es besteht der Tatverdacht des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern mindestens seit Frühjahr 2020.

Die Geschleusten sollen etappenweise über die Balkanroute nach Deutschland und in die Niederlande gebracht worden sein, zum Teil unter lebensgefährdender Behandlung durch den Transport auf Lkw-Ladeflächen, berichtet die Bundespolizei.

Die Beschuldigten sollen dabei neben der eigentlichen Organisation der Schleusung insbesondere auch für die Abwicklung der Finanztransaktionen verantwortlich sein.

Bargeld im fünfstelligen Bereich

Bei dem seit den frühen Morgenstunden laufenden Einsatz wurden insgesamt 17 Wohnungen und Geschäftsräume in Schwerte, Bottrop, Dortmund, Aachen, Ibbenbüren, Kerken und Bad Laasphe durchsucht.

Insgesamt wurden Dokumente, Datenträger und Bargeld im fünfstelligen Bereich sichergestellt. Welche Rolle der Standort Dortmund spielt und was hier gefunden wurde, konnte die Bundespolizei am Mittwoch nicht mitteilen.

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