Einsatz gegen Auto-Szene: Polizei Dortmund kontrolliert 450 Fahrzeuge

Raser und Poser

Das neue Mittel der Strategischen Fahndung hat am Wochenende zu Kontrollen von rund 800 Personen geführt. Neben dem Wall wird ein weiterer Schwerpunkt im Dortmunder Stadtgebiet genannt.

Dortmund

, 31.01.2021, 13:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erneut hat die Polizei Spuren des Walls und einiger Nebenstraßen gesperrt, um die Autofahrer zu kontrollieren.

Erneut hat die Polizei Spuren des Walls und einiger Nebenstraßen gesperrt, um die Autofahrer zu kontrollieren. © Oliver Schaper (Archiv)

Mehr als 150 Einsatzkräfte waren am Wochenende (29./30.1.) im Einsatz gegen „rücksichtslose Raser und respektlose Poser“ rund um den Wall und an anderen Orten im Stadtgebiet, wie die Polizei am Sonntag mitteilt. Unterstützt wurden die Beamten auch diesmal von der Stadt Dortmund.

Ein Schwerpunkt der Kontrollen lag am Phoenix-See in Hörde. Außerdem lief der Einsatz an mehreren Zufahrtsstraßen zur Innenstadt, wie der Brackeler Straße oder der Ruhrallee.

800 Personen kontrolliert, 8 Strafanzeigen

Insgesamt seien an beiden Tagen mehr als 450 Autos und knapp 800 Personen kontrolliert worden. Am Freitag hatte Polizeipräsident Gregor Lange eine sogenannte Strategische Fahndung angeordnet, mit der auch anlasslose Kontrollen möglich wurden.

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Die Polizisten erteilten über 230 Platzverweise. „11 Autofahrer mussten den Heimweg ohne ihren fahrbaren Untersatz antreten“, schreibt die Polizei in ihrer Bilanz. Die Betriebserlaubnis dieser Fahrzeuge sei erloschen.

Bei zwei Fahrern bestand der Verdacht, dass sie vor der Fahrt Betäubungsmittel zu sich genommen haben. Sie wurden von den Beamten zur Wache begleitet, wo ihnen ein Arzt je eine Blutprobe entnahm. Die Ergebnisse stehen noch aus.

16 Corona-Verstöße und 8 Verkehrs-Strafanzeigen

65 Verwarnungsgelder und 64 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden ausgesprochen - darunter auch 16-mal wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Zudem mussten 8 Strafanzeigen wegen Verkehrsdelikten gefertigt werden.

„Wir lassen nicht locker im Kampf gegen illegales Tuning sowie Raser- und Poserszene“, sagt Einsatzleiterin Stephanie Luzeman. Die strategische Fahndung und damit die Erweiterung der Eingriffsbefugnisse habe sich für die Polizei bewährt.

„Wir sind auch an diesem Wochenende unserem Ziel wieder ein Stück näher gekommen: verbotene Kraftfahrzeugrennen verhindern, Raser stoppen und den Anwohnerinnen und Anwohner zur Nachtruhe verhelfen.“

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