Eine Schule zieht um

Kley An der Kleybredde wird in diesen Tagen ein Endspurt hingelegt, der so manchen Sprinter in Peking vor Neid erblassen lässt. Nur noch wenige Tage sind es bis zum Beginn des neuen Schuljahres, und in der neuen Schule steht noch Arbeit für Wochen an.

31.07.2008, 17:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Schule zieht um

Ein sauberes Jungenklo, ein Lehrerzimmer ohne Kaffeeduft, ein Kunstraum ohne Flecken auf dem Boden - noch hat das Leben keinen Einzug gehalten in der Grundschule am Dorney. Dass der Unterricht wie geplant beginnen kann, daran hat Schulleiterin Beate Schroeter aber keine Zweifel, ihr macht etwas anderes Sorgen: "Wir haben keinen Schulhof." Momentan steht ihr Schmuckstück von Schule inmitten einer nahezu unbearbeiteten Schuttfläche. "Die Hauptschule hat uns angeboten, ihren Sportplatz als Schulhof zu nutzen, aber wenn die Kinder die Asche unter den Füßen haben, können wir nach zwei Wochen die Schule neu fliesen." Dieses Problem will sie zusammen mit ihren Kollegen noch intensiv angehen.

Erst einmal wird eingeräumt. Die Möbel sind bereits da und zuletzt kamen die Umzugkisten aus den beiden Grundschulen in Oespel und Kley. "Ich habe allen Lehrern eine E-Mail geschickt. Sie können jederzeit kommen und ihre Klassenräume einrichten", berichtet Beate Schroeter.

Perfekte Vorarbeit

Die Mitarbeiter des Umzugsunternehmens haben perfekte Vorarbeit geleistet. Die Lehrer finden in ihren Klassenräumen sowohl die neuen Möbel, als auch das alte Lehrmaterial. Die Pädagogen können sich ihre Wunschsitzordnung mit Zweier- und Einzeltischen, sowie kleinen und großen Schränken gestalten.

Als zweite Grundschule in Dortmund verfügen die Klassen am Dorney über "Differenzierungs-Räume". Jeweils zwischen zwei Klassenräumen befindet sich so ein Differenzierungs-Raum. Dort können die Lehrer Schüler für Gruppenarbeiten "auslagern" oder Computer-Räume einrichten. Der kleine Raum hat zwei Fenster. Das führt momentan noch dazu, dass die Schüler der einen Klasse durch den Differenzierungs-Raum in die andere Klasse schauen können. "Da müssen noch Jalousien hin", sagt Beate Schroeter bestimmt.

Sichtschutz

Sichtschutz hier ist Sonnenschutz da. In den ersten Tagen Arbeit in der neuen Schule hat sich gezeigt, dass die Klassenräume an der Südseite sich stark aufheizen. Doch bislang liegt die elektronische Kontrolle über die Rollladen nur beim Hausmeister. "Das ist völlig unpraktisch, das müssen wir auch ändern", fordert Beate Schroeter. Die Dorney-Schüler können sich schon auf ihren ersten Schultag freuen, denn es gilt, ihr neues Reich zu erobern. Und vielleicht plant Beate Schroeter ja noch eine besondere Überraschung. hob

<p>Die Einrichtung der Klassenzimmer steht bereit für die neue Sitzordnung.</p>

<p>Die Einrichtung der Klassenzimmer steht bereit für die neue Sitzordnung.</p>

<p>Blick aus dem 2. Stock: Dort soll in den nächsten Jahren die Sporthalle entstehen.</p>

<p>Blick aus dem 2. Stock: Dort soll in den nächsten Jahren die Sporthalle entstehen.</p>

<p>Die Differenzierungs-Räume zwischen den Klassenräumen können sich die Lehrer individuell gestalten. Bergmann</p>

<p>Die Differenzierungs-Räume zwischen den Klassenräumen können sich die Lehrer individuell gestalten. Bergmann</p>

<p>Es werden einfach nicht weniger Kartons: Schulleiterin Beate Schroeter, Schulsekretärin Roswitha Corzilius und Konrektorin Stephanie Kreutzkamp räumen schon mal die Schränke der Schulleitung ein. Bergmann</p>

<p>Es werden einfach nicht weniger Kartons: Schulleiterin Beate Schroeter, Schulsekretärin Roswitha Corzilius und Konrektorin Stephanie Kreutzkamp räumen schon mal die Schränke der Schulleitung ein. Bergmann</p>

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