Ein Lack soll das Anbringen von Aufklebern im gesamten Stadtgebiet verhindern

Sticker an Laternen

2012 wurden die ersten Laternenmasten in Dorstfeld mit der Anti-Aufkleber-Farbe besprüht. Damals gegen Nazi-Propaganda. Inzwischen findet sich der Lack im gesamten Stadtgebiet.

Dortmund

, 16.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aufkleber an Ampel- und Laternenmasten gehören im Dortmunder Stadtgebiet schon zur Seltenheit. Verantwortlich dafür ist der Anti-Aufkleber-Lack.

Aufkleber an Ampel- und Laternenmasten gehören im Dortmunder Stadtgebiet schon zur Seltenheit. Verantwortlich dafür ist der Anti-Aufkleber-Lack. © Dieter Menne

2012 startete der Anti-Aufkleber-Lack als Pilotprojekt in Dorstfeld. „Die festzustellenden Aufkleber sind deutlich weniger geworden“, schreibt Stadtratsmitglied Martin Lürwer als Dezernent für Bauen auf Anfrage der CDU-Fraktion. Dennoch müsste weiterhin eine Reinigungsfirma die restlichen Aufkleber beseitigen.

Die Farbe sollte vor allem das Anbringen von Nazi-Propaganda verhindern. Das Farb-/Sandkörner-Gemisch ist wie ein Schmirgel-Papier. Die Oberfläche verhindert, dass Aufkleber Halt finden. So können diese mit wenig Aufwand entfernt werden.

Laut Stadt sei zu beobachten, dass Laternen- und Ampelmasten sowie Beeteinfassungen deutlich weniger beklebt würden, wenn sie mit der Lack-Farbe bestrichen worden sind.

Schwerpunktbereich unter anderem in der City

Der Erfolg sei so groß, dass die Farbe nun im gesamten Stadtgebiet eingesetzt wird. Schwerpunktbereiche sind hierbei die City, Marten, Huckarde und Mengede. Diese Bereiche wurden analog der Zahl der Reinigungen festgelegt.

Wie viel die Stadt Dortmund für die Beschaffung des Lacks bezahlt, ist nicht zu beziffern, da dieser unter anderem auch durch die Stadtteilwerkstatt beschafft wird. Gleiches gilt für die Personalkosten, da das Auftragen des Lacks ebenfalls über die Stadtteilwerkstatt ausgeführt wird.

Lesen Sie jetzt