Eichlinghofer veröffentlicht seinen ersten Polit-Thriller

dzLiteratur aus Dortmund

Eigentlich ist Achim Lutter Fahrlehrer, über 30 Jahre lang hatte er eine eigene Fahrschule. Aber er ist auch Autor: Im Juli ist „Im Zeichen des Windhundes“ von ihm erschienen. Ein Portrait.

von Nicola Schubert

Eichlinghofen

, 10.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Klappentext seines Debüt-Romans verspricht düstere Spannung: „Im Zeichen des Windhundes“ heißt dieses erste Buch des Eichlinghofers Achim Lutter. Jede Menge Tote kommen darin vor, skrupellose Geheimdienste und eine junge Polizeipsychologin, die nach ihrem leiblichen Vater sucht.

Begonnen hat der bald 65-Jährige die Arbeit an seinem Buch 2013 nach einem Urlaub in Südfrankreich. Der Fahrlehrer und Fahrsicherheitstrainer hatte immer eine künstlerische Ader gehabt. Doch auf das Schreiben kam er erst spät. „Zuvor hatte ich viel gemalt und auch immer wieder Bilder verkauft. Und in diesem Urlaub kam mir plötzlich der Gedanke, ein Buch schreiben zu wollen.“

Schreiben per Hand

Gedacht, getan. Mit beruflich bedingten Pausen arbeitete Lutter beharrlich an seinem Erstlingswerk. Alles per Hand. „Man sagt ja immer, das erste Buch muss man mit der Hand schreiben.“

Jetzt lesen

Inspirieren ließ sich Lutter von Nato-Manövern, die er in seiner Heimat Bad Pyrmont/Hameln als Kind miterlebt hatte. In seinem Kopf entspann sich eine blutige und spannungsgeladene Geschichte, nicht nur Krimi, sondern packender Thriller.

Nach und nach füllte er so Seite um Seite. Seine Frau war es, die immer mal ein paar Seiten mit in die Schreibwerkstatt an der TU Dortmund nahm und sie dort einem Lektoren zu lesen gab. „Er bestärkte mich sehr und bescheinigte mir Talent im Schreiben. Also habe ich weitergemacht“, erzählt Achim Lutter.

Cover selbst gestaltet

Dieses Weitermachen mündete irgendwann in rund 800 beschriebene Seiten. Die mussten nun abgetippt werden. „Meine Frau hat das dann gemacht. Zuerst war sie skeptisch, ob sie alles gut lesen kann.“

Jetzt lesen

Konnte sie, wie die Vertragsunterzeichnung mit dem DeBehr-Verlag in diesem Jahr beweist. Sogar das Cover gestaltete Achim Lutter selbst. Nach mehreren Vorschlägen, die ihm nicht gefielen, nahm er es selbst in die Hand und konnte wieder den Verlag für seine Idee begeistern.

Dabei war die Suche nach einem Verlag gar nicht so leicht und auch wieder seiner Frau zu verdanken. „Viele Verlage, denen ich mein Manuskript gezeigt habe, wollten hohe Vorauszahlungen für die Druckkosten.“ Als seine Frau dann von einem befreundeten Fotografen-Paar zur Frankfurter Buchmesse mitgenommen wurde, wurde sie dort fündig: DeBehr.

Zwei weitere Bücher geplant

Was ist das für ein Gefühl, wenn man das erste eigene Buch endlich in den Händen hält? „Ich dachte eigentlich immer, ich würde dann total euphorisch sein, aber eigentlich war ich eher nachdenklich.“ Eine Pause gönnt sich Lutter ohnehin nicht: Er schreibt bereits an zwei weiteren Büchern.

Achim Lutter, „Im Zeichen des Windhundes“, ISBN 9783957537645, 14,95 Euro
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt