Ehepaar gestaltet Garten zum „Wohnzimmer“ um

dzGartenserie „Querbeet“

Das Ehepaar Staegemeier hat sein Wohnzimmer im Garten. Mit einem Kamin, Weingut und zwei Teichen hat das Ehepaar alles, was es im Sommer braucht.

von Alexandra Wachelau

Berghofer Mark

, 21.07.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Garten von Christa und Manfred Staegemeier ist ein Paradies für Insekten. Allein im Vorgarten des Hauses auf dem Höchsten summen Bienen in einem Feld von Zinnien, Dahlien und Sonnenblumen. Beide Dortmunder mögen es natürlich, symmetrische Kiesbeete finden sich hier nicht.

Der Vorgarten der Staegemeiers ist ein Insektenparadies.

Der Vorgarten der Staegemeiers ist ein Insektenparadies. © Alexandra Wachelau

„Da sind wir auch keine Fans von“, sagt Manfred Staegemeier. Der Garten ist sein Lieblingshobby. Im Sommer sei er fast jeden Tag draußen, im Frühjahr raschelt er schon „ab Februar mit den Füßen“.

Die Stele hat Manfred Staegemeir zum Geburtstag bekommen.

Die Stele hat Manfred Staegemeir zum Geburtstag bekommen. © Alexandra Wachelau

Weinstock rankt sich um die hintere Haushälfte

Beim Durchschreiten des Gartentores werden bereits die markanten Weinreben sichtbar, die sich um die hintere Haushälfte der Staegemeiers ranken. Vor den hinteren Fenstern wachsen Weintrauben, die von Christa Staegemeier fleißig verarbeitet werden. „Wir haben schon den ganzen Keller voller Weingelee. Den verschenken wir auch meistens“, sagt sie.

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Bis über den Grundstücksrand auf der anderen Seite des Gartens wachsen die Weinreben – und in den Kirschbaum hinein. „Ich schneide ihn schon immer zurück“, sagt Manfred Staegemeier. Im Herbst pflücken die Staegmeiers sogar Weintrauben aus dem Kirschbaum.

Erst wenn sie rot sind, wird geerntet: Ehepaar Staegemeir hat schon den ganzen Keller voller Traubengelee.

Erst wenn sie rot sind, wird geerntet: Ehepaar Staegemeir hat schon den ganzen Keller voller Traubengelee. © Alexandra Wachelau

Im Zentrum des Gartens liegen zwei kleine Teichanlagen. Drumherum bilden Sandsteine mit Schilf und Blumen ein Gesamtbild, das natürlich wirkt. Im Hintergrund spenden alte Tannen Schatten.

„Wir sammeln das Regenwasser im vorderen Teich“, sagt Manfred Staegemeier. Ein kleiner Bach verbindet die Teiche miteinander.

Im Gegensatz zum Fischreiher sind Vögel aus Eisen im Garten willkommen. Ein Bekannter hat das Unikat hergestellt.

Im Gegensatz zum Fischreiher sind Vögel aus Eisen im Garten willkommen. Ein Bekannter hat das Unikat hergestellt. © Alexandra Wachelau

Christa Staegemeier hat das Grundstück von ihren Eltern übernommen. Mithilfe ihres Mannes hat sie in 52 Jahren den Garten umgestaltet. Beide sind sportlich aktiv, in der Nachbarschaft engagiert und haben einen großen Freundes- und Bekanntenkreis.

Hinter den Teichen spenden alte Tannen Schatten.

Hinter den Teichen spenden alte Tannen Schatten. © Alexandra Wachelau

„Im Sommer sind wir so gut wie jeden Tag draußen“, sagt Manfred Staegemeier und verweist auf den großen Pavillon, der ein schattiges Plätzchen bietet.

Beerensträucher, Vogelvielfalt und Fische

Doch im Garten kann nicht nur gesessen und entspannt werden. Auch einen kleinen Nutzgarten hat Manfred Staegemeier angelegt: Am Rande der Pferdekoppel vom Nachbargrundstück hat er verschiedene Beerensträucher – Johannisbeere, Himbeere und Blaubeere – angepflanzt. „Wir holen uns zum Frühstück immer was zu naschen“, sagt Christa Staegemeier.

Drei Frösche spielen das Wasser in den Teich.

Drei Frösche spielen das Wasser in den Teich. © Alexandra Wachelau

Dass sich auch mal Vögel an den Beeren bedienen, stört die Rentner nicht. Manfred Staegemeier ist quasi in einer Försterei aufgewachsen und erfreut sich an der Artenvielfalt, die er auf seinem Grundstück beobachten kann: „Wir haben hier Dompfaffen, Amseln, Rotkehlchen, Spatzen und vieles mehr“, zählt er auf.

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Der einzige Vogel, der im Garten nicht willkommen ist, ist der Fischreiher: „Wir müssen die Teiche immer abdecken, wenn wir im Urlaub sind, sonst sind die Fische weg.“

Frösche und Fische sind willkommen. Fährt das Ehepaar in den Urlaub, muss der Teich jedoch abgedeckt werden – sonst kommt der Fischreiher.

Frösche und Fische sind willkommen. Fährt das Ehepaar in den Urlaub, muss der Teich jedoch abgedeckt werden – sonst kommt der Fischreiher. © Alexandra Wachelau

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