Brechtener ärgern sich über Schandfleck an beliebtem Platz im Dorf

dzAm Pilgerweg

Das Brechtener Ehepaar Tappe ist verärgert. Eine Haus-Ruine am Widumer Platz / Ecke Rauher Kamp verkommt zum Schandfleck. Die Stadt erklärt nun, warum sich hier seit Jahren nichts tut.

Brechten

, 29.06.2020, 13:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Siegfried und Helga Tappe (82 und 83 Jahre alt) sind Ur-Brechtener, die nichts auf ihren Stadtteil kommen lassen. Doch es gibt etwas, das sie ärgert.

An der Ecke Widumer Platz / Rauher Kamp hat der Hauseigentümer bereits vor Jahren einen Anbau abreißen lassen, das Fundament jedoch stehen lassen.

Dort, wo früher die Schusterei Reinke ihren Sitz hatte, wächst nun Unkraut, und die Stelle macht insgesamt einen verwahrlosten Eindruck. „Warum tut die Stadt nichts dagegen?“, fragt das Ehepaar Tappe.

Siegfried Tappe hofft weiterhin, dass die Stadt etwas gegen das verwahrloste Grundstück unternimmt

Siegfried Tappe hofft weiterhin, dass die Stadt etwas gegen das verwahrloste Grundstück unternimmt. © Andreas Schröter

Die Ruine liegt auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela

Der gegenwärtige Zustand sei doppelt unschön: Zum einen besuchen den Bereich viele Gäste, um sich die Evangelische St.-Johann-Baptist-Kirche aus dem 13. Jahrhundert und ihr historisches Umfeld anzusehen. Zum anderen führt ein Teil des Pilgerweges nach Santiago de Compostela dort entlang.

Jetzt lesen

Von der Stadt Dortmund hat das Ehepaar bislang lediglich die Auskunft erhalten, dass ein Abriss erst ab einer Größe von 300 Kubikmetern genehmigungspflichtig sei. Der abgerissene Teil war 150 Kubikmetern groß

Jetzt lesen

Stadtsprecher Christian Schön erklärt nun auf Nachfrage, die Stadt habe kein rechtliches Packende, um dort aktiv zu werden, solange von der Baustelle keine Gefahr ausgehe. Das Thema schwele in Brechten schon lange. Es habe bereits Gespräche mit dem Eigentümer, der im Ausland lebe, gegeben. Vergebens.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt