Was passiert mit den restlichen Weihnachtsbäumen am Straßenrand?

Entsorgung

Noch immer warten ausgediente Weihnachtsbäume darauf, dass die EDG sie abholt. Alle werden mitgenommen, verspricht das Unternehmen. Extra-Fahrten sind dafür allerdings nicht mehr geplant.

Lütgendortmund

, 13.01.2021, 17:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Bäume an der Westricher Straße haben dort die längste Zeit gelegen.

Die Bäume an der Westricher Straße haben dort die längste Zeit gelegen. © Natascha Jaschinski

Vor der Corona-Krise hat die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) jährlich rund 80.000 ausgediente Weihnachtsbäume eingesammelt. 2021 waren es deutlich mehr. Wie viele genau, kann EDG-Sprecherin Petra Hartmann auf Anfrage dieser Redaktion noch nicht genau sagen. Das höhere Aufkommen sei aber der Grund dafür, dass nach dem Sammel-Samstag am 9. Januar rund 10.000 Bäume liegen geblieben sind, so die Unternehmenssprecherin.

„Dass viele Dortmunder nicht verreisen konnten, dürfte ein Grund für die gestiegene Anzahl sein“, so Petra Hartmann. Ein anderer: „Bürger, die sonst nie einen Baum aufstellen, wollten sich diesmal vielleicht im kleinen Kreis ein besonders schönes Weihnachtsfest bereiten.“ Zum Beispiel seien an den Sammelplätzen in der Nordstadt deutlich mehr Weihnachtsbäume abgegeben worden als in den Vorjahren.

150 Mitarbeiter waren in 39 Revieren unterwegs

Der coronabedingte Ausfall der ehrenamtlichen Kräfte habe sich hingegen nur geringfügig ausgewirkt, so Hartmann. „Natürlich waren sie immer eine große Hilfe, die wir gerne angenommen haben.“

Doch mit 150 Mitarbeitern und 39 Fahrzeugen für 39 Reviere sei die EDG sehr gut aufgestellt gewesen, betont Petra Hartmann. Allein aufgrund der gesetzlich geregelten Arbeitszeiten hätten am Ende rund 10.000 Bäume liegen bleiben müssen. „Mehr als zehn Arbeitsstunden sind nicht erlaubt“, erklärt die Unternehmenssprecherin.

Jetzt lesen

Bereits am vergangenen Montag habe man noch einmal alle Reviere angefahren. Mittlerweile dürften deshalb nur noch wenige Bäume auf ihre Abholung warten, vermutet Petra Hartmann. Dies ist zum Beispiel an der Westricher Straße in Höhe des evangelischen Jugendheims Lütgendortmund der Fall. „Die werden auch noch abgeholt“, verspricht die EDG-Sprecherin. Stadtteile, die stärker als andere betroffen sind, seien ihr nicht bekannt.

Keine Sonderfahrten für die restlichen Bäume

Allerdings mache die EDG für die restlichen Tannen nun keine Sonderfahrten mehr. „Sie werden während der regulären Straßenreinigung mitgenommen, die Kollegen fahren sie dann mit den Kolonnenwagen ab“, berichtet Petra Hartmann.

Die Bürger müssten also nur noch ein wenig Geduld haben. Es sei vor allem nicht nötig, jeden einzelnen Baum der EDG zu melden, so Petra Hartmann.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt