E-Scooter sollen bei Schnee oder Glätte gesperrt werden

dzIm Herbst und Winter

Ist das Fahren mit E-Scootern in der kalten Jahreszeit gefährlicher? Der TÜV-Verband fordert von den Anbietern Maßnahmen. Und die stimmen weitgehend zu – mit möglichen Folgen für Dortmund.

Dortmund

, 16.10.2019, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor Beginn der kalten Jahreszeit hat der TÜV-Verband die Anbieter von E-Scootern aufgefordert, ihre Mietangebote bei schlechtem Wetter zu sperren. Auch die drei in Dortmund aktiven Anbieter haben dazu Stellung genommen.

„Bei starker Glätte sollten Vermieter ihre E-Scooter umgehend sperren, um Unfälle zu vermeiden“, sagte der Mobilitäts-Experte des TÜV-Verbandes, Frank Schneider, der Deutschen Presse-Agentur. Da man eine App auf dem Smartphone benötigt, um einen E-Scooter auszuleihen, können die Anbieter diesen Service kurzfristig sperren.

Weniger E-Scooter

Die drei in Dortmund aktiven E-Scooter-Unternehmen Circ, Lime und Tier wollen ihre Flotten das ganze Jahr über betreiben. Und: Alle stimmen dem Vorschlag des TÜV im Grundsatz zu.

Circ, der erste in Dortmund aktive Anbieter, gibt an, es werde an Tagen, an denen die Straßenverhältnisse keine Fahrten mit E-Scootern zulassen, wie zum Beispiel bei Eis und Schnee, auch nicht möglich sein E-Scooter von Circ auszuleihen. Zudem werde in Dortmund im Winter die Flotte verkleinert, um sich an die Nachfrage und die Witterung anzupassen. Die Sicherheit der Nutzer und der anderen Verkehrsteilnehmer stehe an erster Stelle.

Winter-E-Scooter

Auch der Anbieter Lime hält den Vorschlag des TÜV grundsätzlich für vernünftig. Es sei technisch möglich, E-Scooter zu sperren. Ob das nötig sei, hänge aber vom Wetter ab. Da Lime auch ein Team in Dortmund hat, sei es möglich, kurzfristige Entscheidungen zu treffen und gegebenenfalls auch die Flottengröße zu variieren.

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Tier ist der Anbieter, der am kürzesten in Dortmund aktiv ist. Unabhängig vom Wetter plane man, die Flotte in Dortmund zu vergrößern, heißt es von dort. Dies falle jedoch zusammen mit der Einführung eines speziellen E-Scooter-Modells für den Winte noch in diesem Jahr. Dieses habe eine bessere Bodenhaftung, eine bessere Bremsleistung und ein helleres Licht. Doch auch Tier gibt an, bei riskanten Wetterlagen E-Scooter sperren zu wollen.

Weihnachtsmarkt

Auch der Dortmunder Weihnachtsmarkt dürfte für E-Scooter-Betreiber ein Thema werden. Viele Menschen auf einem unübersichtlichen Raum erhöhen das Risiko eines Zusammenstoßes. Denkbar könnte zum Beispiel sein, ein Fahrverbot für die Fläche des Marktes zu verhängen. Auch das ließe sich technisch lösen. Konkrete Pläne dazu gibt es aber bisher nicht.

Unfälle mit E-Scootern gab es in Dortmund bisher übrigens vergleichsweise wenige. Bei einer Zwischenbilanz Mitte September gab die Polizei an, bisher neun Unfälle registriert zu haben.

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