Waldbrandgefahr in Dortmund steigt – Das sollten Sie jetzt vermeiden

Brandrisiko erhöht

So schön die Frühlingssonne auch ist, das anhaltend trockene Wetter erhöht das Brandrisiko in Dortmund. Damit nicht durch Unachtsamkeit Brände entstehen, sind einige Dinge zu beachten.

Dortmund

, 24.04.2019, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Waldbrandgefahr in Dortmund steigt – Das sollten Sie jetzt vermeiden

Rund 600 Quadratmeter Unterholz waren im März 2017 an der Hohensyburg in Brand geraten. © Dieter Menne (Archiv)

Das sonnige und trockene Frühlingswetter hat Konsequenzen: Wegen akuter Waldbrandgefahr herrscht in etlichen Regionen im Nordosten sowie Süden Deutschlands inzwischen die höchste Warnstufe. Auch in NRW zeigt der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes mit Stufe 3 von 5 ein erhöhtes Risiko für Waldbrände an.

Im Frühjahr ist die Waldbrandgefahr oft noch höher als im Sommer. Da die Bäume erst langsam beginnen, ihre Blätter zu bilden, kann die Sonne durch die kahlen Äste ungehindert bis auf den Waldboden scheinen. „Trockene Pflanzenteile, wie Gräser, abgestorbene Äste oder Laub aus dem Vorjahr entflammen schon nach kurzer Trockenzeit und bei einfallendem Sonnenlicht leicht“, teilt der Landesbetrieb Wald und Holz NRW mit.

„Betroffen sind alle Wälder, Felder und Parks, aber auch Verkehrsinseln und Fahrbahnböschungen“, sagt Oliver Körner, Pressesprecher der Dortmunder Feuerwehr. Angesichts der Brandgefahr sei es derzeit mehr als fahrlässig, in den Wäldern zu rauchen oder anders mit offenem Feuer zu hantieren.

Über 90 Prozent der Waldbrände seien auf menschliches Handeln oder Fehlverhalten zurückzuführen, schreibt die Stadt Dortmund auf ihrer Homepage und führt eine Liste zum richtigen Verhalten im Wald auf:

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe, außer an hierzu ausdrücklich ausgewiesenen Plätzen.
  • Nicht rauchen und keine Zigarettenreste fortwerfen. Dies gilt auch für die Autofahrt entlang eines Waldes oder durch ihn.
  • Keine Glasabfälle liegen lassen, sie könnten bei Sonnenbestrahlung als Brennglas wirken.
  • Nicht mit dem Fahrzeug über entzündlichem Untergrund parken! Der Katalysator eines Kraftfahrzeugs erhitzt sich stark und kann einen Brand auslösen. Nur ausgewiesene Parkflächen benutzen.

Wichtige Faktoren bei der Waldbrandgefahr seien Wind und Trockenheit, die Temperaturen spielen nur eine nachgeordnete Rolle, erklärt Ulf Warnke, Revierassistent im Forstbezirk Dortmund-Süd. „Der Wind trocknet altes Gras oder auf dem Boden liegendes Kronenmaterial und kann auch zu einer raschen Ausbreitung eines Feuers beitragen.“ Da im Dortmunder Süden mehr Nadelbäume wachsen, die anfälliger für Trockenheit sind, sei diese Region stärker gefährdet als der Norden. „Bei Bränden sollten Bürger sofort den Notruf wählen“, so Warnke.

Laut Meteorologen kündigt sich allerdings zumindest vorübergehend Entspannung an: Unter der Woche soll in Dortmund vereinzelt etwas Regen fallen. Zudem erwartet die Dortmunder ein verregnetes Wochenende.

Die Waldbrandgefahr wird, wie international üblich in fünf Gefahrenstufen unterteilt und reicht von Stufe 1 (sehr gering) bis Stufe 5 (sehr hoch). Der Deutsche Wetterdienst berechnet routinemäßig die Waldbrandgefahr in Deutschland und stellt täglich aktualisierte Gefahrenkarten im Internet bereit.
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