Testmobil im Einsatz

DSW21 testet seine Mitarbeiter im Corona-Testmobil – so wird es angenommen

Eine Corona-Testpflicht in Unternehmen wird heiß diskutiert. Doch werden Testmöglichkeiten in Firmen auch angenommen? Bei DSW21 hat man dazu jetzt erste Erfahrungen gesammelt.
DSW21 bietet für die Beschäftigten des Konzerns mobile Coronatest in einem Test-Bus, der die vielen DSW-Standorte anfährt. © DSW21

Als Bus- und Bahnfahrer, im Kundencenter oder als Außendienst-Mitarbeiter sind viele Mitarbeiter der DSW-Unternehmensgruppe kundennah im Einsatz, in der Verwaltung mit vielen Kolleginnen und Kollegen in Kontakt. Die Stadttochter DSW21 bietet deshalb schon seit gut zwei Wochen Corona-Schnelltests für die Beschäftigten des Konzerns an.

Seit Ende März setzt DSW21 mit dem Medizin-Dienstleister Prävent GmbH einen Bus als Testmobil ein und fährt die einzelnen Betriebsstandorte an. So können sich Beschäftigte von DSW21, DEW21, DOKOM21 und des Hafens vor Ort und ohne Terminvereinbarung einmal in der Woche testen lassen. Zusätzlich dazu stellt das Unternehmen allen Beschäftigten einmal in der Woche kostenlos einen Selbsttest zur Verfügung.

Jetzt gibt es eine erste Zwischenbilanz. Mehr als 900 Tests wurden inzwischen durchgeführt – und (nur) zwei waren positiv. Sie zogen noch an Ort und Stelle zur Kontrolle einen zweiten Schnelltest und, als auch dieser positiv ausfiel, einen PCR-Test nach sich. Der wurde im Labor ausgewertet und bestätigte die Schnelltest-Ergebnisse.

Zwei positive Fälle

In beiden Fällen konnten die Mitarbeiter, die keinerlei Symptome zeigten, frühzeitig isoliert werden, teilt DSW21 mit. Über die unverzüglich in Gang gesetzte interne Kontakt-Nachverfolgung wurde zudem ein weiterer mit dem Virus infizierter Kollege ermittelt.

„Damit haben wir genau das erreicht, was wir mit unserer Teststrategie bezwecken“, sagt Michael Schneider als Leiter des Gesundheitsmanagements bei DSW21 und Organisator des Testangebotes. „Wir haben Mitarbeitende ohne Symptome identifiziert, dadurch viele weitere Infektionen mit möglicherweise ernsten Krankheitsverläufen verhindert.“

In einem Bus, der in ein Testmobil verwandelt wurde, werden die Abstriche der DSW21-Mitarbeiter genommen.
In einem Bus, der in ein Testmobil verwandelt wurde, werden die Abstriche genommen. © DSW21 © DSW21

Weil der Service so gut angenommen wird, hat DSW21 die Einsatzzeiten des Testmobils nach der ersten Woche direkt ausgeweitet und für die einzelnen Betriebsstandorte noch einmal optimiert. So fährt der Bus neben den Betriebshöfen in Brünninghausen, Dorstfeld und Castrop-Rauxel auch die DSW21-Hauptverwaltung an der Deggingstraße, die DEW21-Zentrale in der Innenstadt und den Sitz von Dokom21 auf der Stadtkrone-Ost an.

Eigenes Impfzentrum geplant

Weiter im Gespräch ist auch die Einrichtung eines eigenen Impfzentrums für Konzern-Beschäftigte im DSW-Saal an der Von-den-Berken-Straße. Dort könnten dann Betriebsärzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen das Coronavirus impfen. Wann und wer dort geimpft werden kann, hängt allerdings von den Entscheidungen des Landes und der weiteren Impfpriosierung ab. Und natürlich davon, ob genug Impfstoff zur Verfügung steht.

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