Wintereinbruch

DSW21 kämpft gegen Schnee und Eis – doch erste Busse sollen wieder starten

Die Schneemassen haben Dortmund immer noch im Griff. Das wirkt sich auch auf Busse und Bahnen aus. Seit Sonntag (7.2) ist das Angebot eingeschränkt - jetzt scheint aber Besserung in Sicht.
Im Kampf gegen Eis und Schnee erzielt DSW21 erste Teilerfolge. © Wilco Ruhland

Seit Sonntag (7.2.) fahren die Stadtbahnen von DSW21 nur sehr eingeschränkt – Busse blieben wegen des Schnee-Chaos komplett im Depot. Im Kampf gegen Eis und Schnee seien allerdings erste Teilerfolge erzielt worden, wie das Dortmunder Verkehrsunternehmen am Dienstag (9.2.) mitteilt. Erste Buslinien sollen am Mittwoch wieder im Laufe des Tages starten.

„Sisyphusarbeit“: Befreite Schienen setzen sich immer wieder zu

Auch am Dienstag habe DSW21 weiter daran gearbeitet, die Schienen des Stadtbahnnetzes vom Eis zu befreien und im Busnetz zu prüfen, welche Linien möglichst zeitnah wieder ans Netz gehen können. So bleibe des ÖPNV-Angebot am Mittwoch zunächst beim Status Quo.

Das Problem im Stadtbahnbereich seien die vielen Straßenkreuzungen: Mit schwerem Gerät war DSW21 am Dienstag im ganzen Stadtgebiet unterwegs, um die zum Teil komplett zugeeisten Rillen aufzutauen.

Eine „Sisyphusarbeit“, denn jedes Mal, wenn sich die Trupps auf gutem Weg wähnten, fuhren Pkw und Lkw die Spuren wieder zu, erklärt das Dortmunder Unternehmen.

U43 und U47 besonders schwierig von Schnee und Eis zu befreien

Das zeige sich bei der verkehrlich besonders wichtigen Ost-West-Verbindung der U43, die sich den Straßenraum mit Individualverkehr und Lkw teile.

Auch die letzten wenigen hundert Meter die Marsbruchstraße hinunter bis zur Endstelle in Aplerbeck der U47 seien von der Problematik besonders betroffen. „Die Räumfahrzeuge schieben Schnee und Eis immer wieder in unsere Spur. Die setzt sich komplett zu – nichts geht mehr“, sagt Helmut Eder, Leiter Bahnbau.

„Solch extreme Bedingungen mit denselben Effekten hatten wir zuletzt im Winter 2010“, sagt Ralf Habbes, der aber auch positive Nachrichten hat. „Die Weichen sind wieder frei. Alle Weichenheizungen laufen.“ In der Nacht zu Mittwoch sollen zahlreichen Stadtbahnwagen „Spur fahren“ – also pausenlos unterwegs sein, um ein erneutes Zusetzen der Rillen zu verhindern.

Stadtbahn-Angebot am Mittwoch

Unverändert zum Vortag sollen die Bahnen am Mittwoch voraussichtlich wieder auf folgenden Strecken fahren:

  • U41 zwischen Clarenberg und Fredenbaum
  • U42 zwischen Brunnenstraße und Hombruch
  • U43 auf dem Innenstadt-Abschnitt zwischen Westentor und Lippestraße
  • U44 zwischen Betriebshof Dorstfeld und der Geschwister-Scholl-Straße
  • U45/46 Brügmannplatz bis Westfalenhalle
  • U47 Hafen bis Allerstraße
  • U49 Hacheney bis Leopoldstraße

Diese Busse könnten starten:

Es bestehe Hoffnung, so DSW21, dass die Buslinie 440 von Aplerbeck nach Germania und der 450er von Schanze zu den Westfalenhallen am Mittwoch ihren Betrieb zunächst mit Solobussen wieder aufnehmen können.

Man werde „am Mittwoch situativ entscheiden. Sobald wir für eine Strecke grünes Licht erhalten, fahren wir los. Die Fahrzeuge stehen bereit. Unsere Fahrerinnen und Fahrer stehen Gewehr bei Fuß“, sagt Karsten Urlaub, Leiter der Verkehrssteuerung.

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