Drogenkurier flog mit 10 Kilo Marihuana nach Dortmund

Flughafen Dortmund

Mit rund zehn Kilo Marihuana im Gepäck flog ein 35-jähriger Mann im September am Dortmunder Flughafen auf. Ein Ryanair-Flug hatte ihn zuvor in knapp zwei Stunden von Girona in Spanien ins Ruhrgebiet gebracht. Jetzt wurde der Mann vom Landgericht Dortmund verurteilt. Seine Reiseroute ist offensichtlich beliebt unter Drogenschmugglern.

DORTMUND

09.03.2016, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drogenkurier flog mit 10 Kilo Marihuana nach Dortmund

Mit einer Ryanair-Maschine landete der Drogenschmuggler im September 2015 am Dortmunder Flughafen.

„Ich entschuldige mich“, sagte der 35-Jährige, der im September 2015 mit dem Flug FR 2073 in Dortmund gelandet war, den Richtern. Zuvor hatte sein Verteidiger Jan-Henrik Heinz in seinem Namen ein umfassendes Geständnis abgelegt. „Mein Mandant wollte seine Familie im Senegal unterstützen“, sagte der Rechtsanwalt. Nur deshalb habe er sich darauf eingelassen, für einen Kurierlohn von 200 Euro mit den Drogen ins Flugzeug zu steigen.

In Dortmund sollte der Schmuggler eigentlich zum Hauptbahnhof fahren und dort telefonisch Kontakt mit einem Mittelsmann aufnehmen. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Ein Zollbeamter wurde bei der Einreise misstrauisch und ordnete die Gepäck-Untersuchung an - und fand die 10 Kilo Marihuana. Am Mittwoch wurde der Angeklagte vom Landgericht zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Dortmund-Girona ist eine bekannte Schmugglerstrecke

„Die Strecke Girona-Dortmund ist bekannt dafür, dass sie häufiger von Drogenschmugglern genutzt wird“, sagte der Beamte den Richtern. Bei der Staatsanwaltschaft werden derzeit tatsächlich noch zwei weitere Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Marihuana-Kuriere geführt, die ebenfalls am Dortmunder Flughafen geschnappt worden waren. 

Lesen Sie jetzt