Diebe stehlen 30 schwere Sandsteine von Grünstreifen im Dortmunder Süden

dzDiebstahl in Dortmund

Sie müssen mit schwerem Gerät angerückt sein, bei Nacht und Nebel. Anders ist die dreiste Aktion im Dortmunder Süden nicht zu erklären. Und auch was die Beute angeht, bleiben Fragen offen.

Aplerbeck

, 16.11.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anwohner der Allerstraße wollten ihren Augen nicht trauen, als sie einen Blick auf den Grünstreifen nördlich der Anwohnerstraße warfen. Zwischen den neu gepflanzten Bäumen, die die Stadt Dortmund zum Schutz des Rasens neben der Fahrbahn eingepflanzt hatte, taten sich große Lücken auf.

Es fehlten Steine. Keine Kieselsteine, sondern „ausgewachsene“ Ruhrsandsteine. Und nicht ein oder zwei, sondern mindestens dreißig. Ist im vorderen Teil der Allerstraße noch alles so, wie es vorher war, sind im hinteren Abschnitt der Straße die Steine vom seitlichen Grünstreifen verschwunden.

Der oder die Diebe hatten Ortskenntnis

„Hier muss jemand ganz gezielt vorgegangen sein", sagt Rainer Schiffers, der in besagter Straße wohnt. Die ist zudem noch eine Sackgasse. Ein- und Ausfahrt sind nur über die Marsbruchstraße möglich, was den Diebstahl noch ein wenig dreister erscheinen lässt.

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Die Steine wurden auf dem Grünstreifen platziert, um das Parken auf den Rasenflächen zu verhindern. Denn Besucher oder Mitarbeiter der benachbarten LWL-Klinik nutzen die Wohnstraße zum Parken. Und beparken den Grünstreifen gleich mit.

Steine sollten das Parken auf dem Grünstreifen verhindern

Dabei haben die Anwohner der Allerstraße lange um ihre Steine gekämpft. Denn was nutzt ein Grünstreifen, der immer wieder von Autoreifen platt gemacht wird. Also setzten sich die Bewohner der Allerstraße mit der Stadt Dortmund in Verbindung. Und die hatte auch ein offenes Ohr für das Anliegen.

So wurden an der nördlichen Fahrbahnseite, die an das Gelände der LWL-Klinik grenzt, nicht nur junge Apfelbäume gepflanzt, sondern auch Sandsteine gelegt. Teilweise echt schwere Brocken, die nur mit einem Kran zu bewegen sind, teilweise aber auch „leichtere Parkstopper“. „Diese Steine waren so treppenstufenhoch“, sagt Schiffers.

Transport mit einem Auto nicht möglich

Steine, die man mit etwas Mühe auch verschieben konnte. „Nun haben wir Anwohner, neben denen der Stadt, auch einige Steine hinzugefügt“, so der Aplerbecker. Kleiner, aber trotzdem richtig schwer, wie Rainer Schiffers noch einmal betonte.

„Einfach nur im Kofferraum kriegen sie die nicht weg. Die müssen schon mit einem Anhänger oder Lieferwagen gekommen sein“, so Schiffers. „Da muss wohl jemand seinen Garten neu gestaltet haben.“ Aber wie geht es jetzt weiter, parken wieder Fahrzeuge auf dem Grünstreifen, da ja jetzt zahlreiche Steine fehlen?

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Noch halte es sich im Rahmen, so Schiffers. Man habe auch schon Kontakt mit dem Grünflächenamt aufgenommen. Die wollten, wenn das Parkproblem auf dem Grünstreifen an der Allerstraße wieder auftritt, für neue Steine sorgen.

Einige von den Steinen haben einen hellgrünen Punkt. Eine Kennzeichnung durch das Dortmunder Grünflächenamt.

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