Cabaret Queue kämpft ums Überleben: Theaterfans müssen geduldig sein

dzKultur in Dortmund

Das Theater, das von seiner kleinen Bühne lebt, hat es während der Corona-Pandemie sehr schwer. Ob das Cabaret Queue die Krise übersteht? Der Queue-Chef hat eine zündende Idee.

Hörde

, 14.05.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Nachbarstadt Castrop-Rauxel wurde in Künstlerkreisen unter der Hand erzählt, dass das Cabaret Queue am Phoenix-See in Hörde am Ende sei. Geht das überhaupt? Hörde ohne seinen Comedy-Club?

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„Wenn wir keine finanziellen Hilfen bekommen oder sich nicht schnell etwas bei den Abstandsregeln aufgrund der Corona-Pandemie ändert, sieht es nicht so gut aus“, sagt der Inhaber Georg Delfmann. Aber noch sei das Theater da und noch könne es ums Überleben kämpfen.

Der Durchgang zum Saal, in dem die Veranstaltungen stattfinden sollten.

Der Durchgang zum Saal, in dem die Veranstaltungen stattfinden sollten. © Jörg Bauerfeld

Dabei fühlt sich Delfmann im Moment eher wie auf einem Verschiebebahnhof denn in einem Cabaret. Denn die Corona-Pandemie hat das gesamte Jahresprogramm durcheinandergewirbelt. Der prall gefüllte Veranstaltungskalender konnte gar nicht erst abgearbeitet werden.

Veranstaltungen verschieben

„Wir versuchen, so viele Veranstaltungen wie möglich auf spätere Termine zu verschieben“, sagt Delfmann, der sich in dieser schwierigen Situation auf die treuen „Queue-Fans“ verlassen kann.

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Kaum jemand habe bisher sein Eintrittsgeld zurückverlangt. „Die warten alle ab, wann es wieder bei uns losgehen kann“, sagt der Queue-Besitzer. Doch darauf gibt es zurzeit keine Antwort.

Vermutlich öffnet das Queue erst wieder, wenn die Abstandsregeln nicht mehr gelten.

Vermutlich öffnet das Queue erst wieder, wenn die Abstandsregeln nicht mehr gelten. © Jörg Bauerfeld

Obwohl es seit Montag (11.5.) eine Lockerung für die Gastronomie gibt, hat die Hörder Institution noch geschlossen. „Mit dieser Lockerung können wir nicht viel anfangen. Es ist ja verboten, Buffets zu machen, und so lange die Abstandsregel hält, ist alles vergebene Liebesmüh“, sagt Delfmann. „So lange werden wir auch nicht wieder öffnen.“

Laufende Kosten fallen an

Aber kann das Queue das durchhalten? Delfmann hat schon alle Kosten so weit wie möglich heruntergeschraubt. Trotzdem kommt einiges an laufenden Kosten zusammen.

Zwar würden Theatervorstellungen nicht unter „Großveranstaltungen“ fallen, „aber in unseren Räumlichkeiten können wir mit den Abstandsregelungen nichts machen“.

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Also wird erst einmal verschoben. Der August sei schon sehr voll. Viele der Veranstaltungen seien ausverkauft. „Dass wir die Soforthilfe bekommen haben, das hat uns erst einmal geholfen, aber jetzt muss noch was kommen“, sagt Delfmann.

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Delfmann hofft, dass es bald wieder losgeht. Vielleicht im Sommer mit einer Open-Air-Vorstellung. „Ich habe mich schon einmal darum gekümmert, aber es ist ein enormer Aufwand.“

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