Dortmunds Werbe-Displays zeigen jetzt amtliche Warnungen

Katastrophenschutz

Die digitalen Werbe-Displays der Firma Wall können in der Dortmunder Innenstadt ab sofort neue Mitteilungen anzeigen. Dabei geht es um die Sicherheit der Bevölkerung.

Dortmund

, 17.03.2021, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Amtliche Warnungen zu verschiedenen Anlässen werden ab sofort in der Dortmunder City angezeigt.

Amtliche Warnungen zu verschiedenen Anlässen werden ab sofort in der Dortmunder City angezeigt. © Stadt Dortmund

Die Stadt Dortmund will die Sicherheit der Menschen mit einem neuen Element stärken: Ein Warnsystem des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist ab sofort an neun Stellen in der City digital sichtbar.

Auf den Bildschirmen der Firma Wall können jetzt Warnmeldungen angezeigt werden, die die Feuerwehr Dortmund auslöst. Es kann sich beispielsweise um Unwetterwarnungen handeln oder etwa den Appell, Fenster bei einem Großbrand mit viel Rauchentwicklung geschlossen zu halten.

Erste Großstadt in NRW mit diesem System

Bis zur jeweiligen Entwarnung der Behörde werden die Warnungen angezeigt. Auch Verhaltensregeln für die Corona-Pandemie oder Blindgänger-Entschärfungen könnten so dargestellt werden. Vor allem entlang des Westen- und Ostenhellwegs sind die Wall-Displays aktuell zu sehen.

Seit Mittwoch (17.3.) ist das System in Betrieb. Damit ist Dortmund der Stadtverwaltung zufolge nach Berlin, Hamburg und Wiesbaden die erste so ausgerüstete Großstadt in Nordrhein-Westfalen.

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Norbert Dahmen, Rechts- und Ordnungsdezernent der Stadt Dortmund, sagt: „Frühes Reagieren und Warnen trägt dazu bei, Dortmund sicherer zu machen. Hier müssen wir uns als Stadt Dortmund regelmäßig die Frage stellen, ob wir zeitgemäß agieren. Mit dieser neuen technischen Möglichkeit sind wir auf Augenhöhe.“

Volker Schauenburg, Bereichsleiter für Gefahrenabwehr und Einsatzorganisation bei der Feuerwehr ergänzt: „Für uns wird mit der Anbindung des Warnsystems an digitale Werbeflächen ein weiterer Baustein unseres Konzeptes zur Warnung der Bevölkerung gelegt. Mit jedem angeschlossenen Kommunikationsweg erhöht sich die Zahl der Menschen, die wir im Fall der Fälle mit wichtigen Informationen zu der Gefahrenlage erreichen können.“

Lücke in der Kommunikation soll geschlossen werden

Wall-Geschäftsführer Patrick Möller nennt sein Netzwerk ein „effektives, schnelles und vor allem unübersehbares Kommunikationsmittel im öffentlichen Raum“. Das Unternehmen wolle einen weiteren Baustein hinzufügen, der die Sicherheit aller Menschen in Dortmund erhöht.

Nicht jeder Bürger hat eine Warn-App wie „Nina“ auf dem eigenen Smartphone installiert. So schließen die digitalen Bildschirme laut Stadtverwaltung eine Lücke in der Kommunikation für den Katastrophenfall. Dies verkürze die Vorwarnzeit erheblich und könne helfen Leben zu retten.

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