„Kloppo-Car“: Ullrich Sierau unterschreibt auf Klopps altem Mini

dzJürgen-Klopp-Fanaktion

Vor dem Signal Iduna Park setzte Oberbürgermeister Ulrich Sierau seine Unterschrift auf Jürgen Klopps alten Mini-Cooper - und plauderte über Treffen mit dem Ex-BVB-Coach.

von Daniel Reiners

Dortmund

, 17.06.2020, 14:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Man hatte ihn unter dem roten Fahrradhelm von Weitem erst gar nicht erkannt. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau kommt aber öfters mal mit seinem gelben BVB-E-Bike zu Terminen. Mit auf Tour: sein mit Buttons vollbesetzter Rucksack.

So auch am Dienstag (17.6.), als vor der BVB-Fanwelt am Signal Iduna Park ein auffallend buntes Auto auf ihn und seine Unterschrift wartete.

Dahinter steckte ein ungewöhnliches Fanprojekt - das „Kloppo-Car". Der Dresdener Verein „Wir lieben Fußball" hatte den alten Mini-Cooper von Ex-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp vor einiger Zeit ersteigert.

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Anschließend, um der gemeinsamen Klopp-Leidenschaft zu huldigen, wurde der Dresdner Künstler „Trafficart“ damit beauftragt, wichtige Lebensereignisse Klopps sowie Anekdoten rund um den Fußball in bunten Bildern auf das Auto zu sprühen.

Mini-Cooper sammelt deutschlandweit prominente Unterschriften

„Die Krönung war unsere Idee, das Auto von Weggefährten Klopps unterschreiben zu lassen - und zwar quer durch Deutschland bis hin nach Liverpool, wo Klopp aktuell arbeitet", sagt ein Mitglied vom Team Kloppocar.

Die Unterschriften-Tour startete am 13. Juni im Stadion von Dynamo Dresden. Hier wurde das Auto von Cheerleaderinnen enthüllt und unter anderem von Klaus Sammer, einem ehemaligem Fußballspieler von Dynamo Dresden und Vater von Matthias Sammer, unterschrieben. Zwischenzeitlich machte das Projekt Stopp in Glatten, dem Geburtsort von Klopp. Von dort wurde der Verein dann auf einen besonderen Dortmunder Fanclub aufmerksam.

Dortmunder Klopp-Fan gewinnt Ullrich Sierau für Unterschrift

Die Dortmunderin Monika Hahn ist Gründerin von „Moni’s Kloppo Fanclub". „Jürgen Klopp ist einfach eine tolle Persönlichkeit, alleine dieses Lachen“, sagt Hahn. „Nachdem mein Mann und ich 2011 in einem Preisausschreiben gewonnen hatten und eine Reise nach München zum Dortmund-Spiel antreten durften und wir dort auch noch die Chance hatten, Klopp persönlich kennenzulernen, hatte sich mein Eindruck klar bestätigt."

Um ihrer Zuneigung Ausdruck zu verleihen, hatte sie kurz darauf dann Deutschlands ersten Jürgen-Klopp-Fanclub gegründet. Grund genug fürs Team Kloppocar, einen Stopp in Dortmund einzulegen.

Besonders in die Karten spielte dem Projekt dabei, dass Hahn durch ihre Tätigkeit als Bezirksvertreterin einen guten Kontakt zu Oberbürgermeister Sierau hat. Der sagte auch gleich seine Unterschrift zu.

Auf der linken hinteren Seite des Mini-Cooper verewigte sich Ullrich Sierau...

Auf der linken hinteren Seite des Mini-Cooper verewigte sich Ullrich Sierau. © Daniel Reiners

„Mit Jürgen Klopp verbinde ich schon einige Schoten", so Sierau. „Was mir aber als erstes über ihn einfällt, ist die Tatsache, dass, wann immer wir gemeinsam in einem Interview saßen, er für mich alle Antworten mit übernommen hatte." Das, so Sierau, sei eine nette Abwechslung zum anstrengenden Arbeitsalltag gewesen.

Sierau: „Bierduschen und Rockkonzerte im Westfalenstadion...“

Seine Beziehung zum Westfalenstadion, vor dessen Kulisse er am Dienstag seinen Namen auf das Kloppocar setzte, besteht aber nicht nur aus Fußball, wie Sierau berichtete.

„Ich erinnere mich neben einigen Bierduschen auf der Südtribüne vor allem auch an tolle Konzerte, die ich hier erleben durfte. Simon & Garfunkel zum Beispiel waren klasse, oder AC/DC. Da ich hier früher selbst Stagehand war, also die Pöbler aus der ersten Reihe ziehen musste, kann ich mich noch gut an solche Rock-Abende erinnern", so der Oberbürgermeister.

Er ließ es sich nicht nehmen, selbst einmal darin Platz zu nehmen.

Er ließ es sich nicht nehmen, selbst einmal darin Platz zu nehmen. © Daniel Reiners

Am Ende der Unterschriften-Aktion, die für das „Kloppo-Car" in wenigen Tagen in Liverpool enden wird - von dort soll es für den guten Zweck versteigert werden -, schwang sich Sierau wieder aufs Rad.

Er wolle sich schließlich noch die neue Corona-Warn-App herunterladen. „Vorsichtig muss man weiterhin bleiben. Nicht dass so eine App nun das Signal setzt, sie würde sich statt unserer um alles kümmern."

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