Vor einem großen Medienaufgebot stellte sich Oberbürgermeister Thomas Westphal Fragen zum Schulstreit mit dem Land NRW. © Oliver Volmerich
Geplanter „Schulboykott“

Dortmunds OB Westphal: „Wer sich jetzt ausruht, den bestraft das Virus“

Die Stadt Dortmund gibt nicht auf: Sie will erneut beim Land beantragen, die Schulen ab Montag zu schließen. Mit der Ankündigung verband Oberbürgermeister Thomas Westphal Kritik am Land.

Oberbürgermeister Thomas Westphal legt im Streit mit dem Land um die Schließung von Schulen nach. Am Donnerstag werde man erneut den Antrag stellen, die Schulen spätestens ab Montag wieder für den Präsenzunterricht zu schließen, kündigte Westphal am Mittwoch (17.3.) an.

Für die Stadt stelle sich die Lage neu dar, weil der Impfstoff Astrazeneca, der für die Impfung von Lehrerinnen und Lehrern vorgesehen war, zumindest vorübergehend ausfällt. Und durch die Ausbreitung der britischen Virusvariante sei die Infektionslage nun völlig anders, sagte Westphal im Video-Interview mit unserer Redaktion.

Von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der einen ersten Vorstoß aus Dortmund für Schulschließungen am Dienstag mit Hinweis auf die (noch) unkritische Sieben-Tage-Inzidenz zurückgewiesen hatte, hätte er erwartet, „dass er Prävention betreibt“, sagte Westphal. „Wer sich jetzt ausruht, den bestraft das Virus.“

Mit dem Antrag, die Schulen wegen der aktuellen Entwicklung der Corona-Infektionen zu schließen, und dem Streit mit der Landesregierung hatte Dortmund bundesweit für Aufsehen gesorgt. Deshalb war das Medienaufgebot groß, als Westphal sich am Mittwoch in der Berswordt-Halle erneut den Fragen von Journalisten stellte.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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