Dortmunds Inzidenz steigt wohl über 100 - Übermittlungsfehler beim RKI

Coronavirus

Es gibt Verwirrung um die Corona-Zahlen am Samstag in Dortmund - dabei geht es um eine wichtige Grenze. Das RKI nennt eine unrealistisch niedrige Inzidenz für die Stadt.

Dortmund

, 20.03.2021, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Berechnung der Stadtverwaltung überschreitet Dortmund die Inzidenz von 100.

Nach Berechnung der Stadtverwaltung überschreitet Dortmund die Inzidenz von 100. © dpa

135 positive Corona-Testergebnisse sind am Samstag (20.3.) in Dortmund hinzugekommen. Nach der Berechnung der Stadtverwaltung anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 106,4 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

Dort hat es am Freitag (19.3.) aber offenbar einen Übermittlungsfehler gegeben. Für Dortmund sind keinerlei neue Fälle aufgelistet. Deshalb wird eine 7-Tage-Inzidenz von nur 82,4 genannt.

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Dortmunds Stadtsprecher Maximilian Löchter teilt auf Anfrage mit, dass es sich dabei offenbar um ein Problem innerhalb des RKI handele. Das Gesundheitsamt übermittle die Daten nach einem standardisierten Verfahren.

Von den Neuinfizierten lassen sich 48 Personen 21 Familien zuordnen. Zurzeit befinden sich 2637 Menschen in Quarantäne. Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 19.737 positive Tests vor. 18.403 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 1016 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

Keine neuen Todesfälle mitgeteilt

Zurzeit werden in Dortmund 60 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter 20 intensivmedizinisch, davon wiederum 16 mit Beatmung. In Dortmund starben bislang 210 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 108 mit Covid-19 infizierte Patienten starben aufgrund anderer Ursachen.

Bis jetzt sind in Dortmund insgesamt 596 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen. In allen Fällen handelt es sich um die britische Variante (B.1.1.7). Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.

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