Vergewaltigung

Dortmunderin soll Sex-Sklavin gewesen sein – „Er hat mich ,Mutter‘ genannt“

Ein 29-jähriger Mann soll eine 43-jährige Dortmunderin über Wochen eingesperrt und vergewaltigt haben. Jetzt hat die Frau vor Gericht erzählt, wie sie das Martyrium erlebt haben will.
Eine Frau soll wochenlang eingesperrt gewesen und vergewaltigt worden sein. © dpa

Im Prozess um das mutmaßliche wochenlange Martyrium einer Dortmunderin hat nun das Opfer ausgesagt. Vor einer Woche hatte der Angeklagte alle Vorwürfe bestritten. Weder habe er die 43-Jährige wochenlang in Dormagen gefangen gehalten, noch habe er sie mehrfach vergewaltigt, hatte der 29-Jährige ausgesagt. „Alles war einvernehmlich.“

Das schilderte die Frau am Dienstag anders: Bei ihrem ersten Besuch bei dem Mann, den sie über das Internet kennengelernt habe, sei dieser zunächst nett gewesen, dann aber plötzlich wie ausgewechselt und habe rüde Sex eingefordert. Als sie daraufhin gehen wollte, habe er sie bedroht und gesagt: „Du gehst nirgendwo hin“, erzählte die 43-Jährige.

Sie habe dann in der Ecke stehen müssen. „Er hat mir ständig andere Frauennamen gegeben, hat mich auch ‚Mutter‘ genannt und gesagt, Frauen wären die Wurzel allen Übels“, berichtete die 43-Jährige. Der wegen Gewaltdelikten vorbestrafte, arbeitslose Monteur ohne Schulabschluss ist wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung angeklagt.

Der Mann soll gedroht haben, die Tochter (10) zu vergewaltigen

Bevor es bei der Zeugenaussage der Frau um den Vorwurf der mehrfachen Vergewaltigung ging, wurde die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen. Bei der Polizei hatte die Frau ausgesagt, der Monteur habe sie auch mit der Drohung gefügig gemacht, andernfalls ihre zehnjährige Tochter zu vergewaltigen.

Der 29-Jährige sitzt seit Monaten im Rollstuhl. Er war am 21. Juni bei seiner Festnahme aus dem Fenster gesprungen und hatte sich beide Beine gebrochen. Mit einem Urteil wird Anfang Februar gerechnet.

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