Sophie Conrad schaut für Sie das Dschungelcamp auf RTL mit der Dortmunder Kandidatin Christina Dimitriou –hier bei der Dschungelprüfung "Un-Glücksrad". © TVNOW / Stefan Gregorowius
Sophie im Dschungelfieber

Dortmunderin im Dschungelcamp: „Aus dem Nichts einfach geschlagen“

Die Dortmunderin Christina kämpft sich durch ihren zweiten Tag im RTL-Dschungelcamp: Kaum ist sie dabei, gibt’s Zickenkrieg - und Christina packt über ihre Mobbing-Vergangenheit aus.

Das Drama, auf das vermutlich alle gewartet haben: In der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ kommt es zwischen Christina und ihrem Mitbewohner zum Zickenkrieg. Und es geht um Mobbing, berichtet Dschungelkritikerin Sophie Conrad. Sie schaut, damit Sie nicht schauen müssen.

„Sie haben mir Zigaretten in den Mund gestopft“

Die erste halbe Stunde wird zunächst gefüllt mit den Leidensgeschichten der Tiny-House-Bewohner. Auch die Dortmunderin packt aus. Sie wurde in ihrer Schulzeit gemobbt.

Dramatisch blickt Christina zurück: Eine Mitschülerin hatte sie nach der Schule „aus dem Nichts einfach geschlagen.“ Und weil das noch nicht reichte, erzählt sie, man habe anschließend versucht ihr „angezündete Zigaretten in den Mund zu stopfen“ und sie ohne Kleidung nach Hause schicken wollen. Sie findet es ist nicht leicht, darüber zu reden und wir finden es ist nicht, leicht ihr zuzuhören.

Heulkrampf bei Christina: „Ich hab kein‘ Bock mehr!“

Nach der traurigen Geschichte dauert es nicht lang bis der Zickenkrieg ausbricht: „Hast du mich gestern eine Hure genannt?“, fragt Sam Christina – so fängt es an und hört auch nicht mehr auf.

Und doch wirkt es zwischenzeitlich fast so als würde sich die Situation von allein beruhigen, was die RTL-Moderatoren in Handlungsnot versetzt – sie zwingen die Bewohner sich gegenseitig zu „roasten“ – also sich mit ihren Schwächen zu konfrontieren.

Auch Christina steckt ein und hat schnell „keinen Bock mehr“. „Ich platze gleich, ich lass‘ mir sowas doch nicht gefallen, Alter!“ – wirft sie mehr als einmal ein, sodass auch ihr Wortschatz eher klein zu sein scheint.

Ach ja – und die Dschungelprüfung:

Was bei dem ganzen Drama fast in Vergessenheit gerät, ist die Dschungelprüfung. Am zweiten Tag werden die Kandidaten auf ein „Un-Glücksrad“ gespannt und im Uhrzeigersinn durch Dschungelschleim gezogen.

Auffällig ist, dass anscheinend die Intelligenz im Vordergrund der Prüfungen steht. Nach dem Quiz an Tag 1 im Camp, müssen diesmal Wörter wie Plumpsklo, Kakerlake und Dschungel buchstabiert werden, um Sterne zu sammeln – allerdings nur Mitbewohner Sam, der schon zugegeben hat, wie schlecht es mit der Grammatik klappt. Und irgendwie müssen währenddessen auch noch Bälle in einen Korb geworfen werden, so richtig sinnvoll scheint das Konzept hier nicht. Die Dortmunderin trifft zwar, doch wirklich witzig wird es heute wieder nicht.

Steckbrief (0-10) – Folge 8: So schlägt sich Christina

  • Ekelfaktor: 8/10 – Im Tiny House wirds ekelig: Schnecken zum Mittagessen und Gespräche über Gestank aus der WG-Toilette senken das Niveau der Sendung weiter und weiter.
  • Gewinnchance: 2/10: Streiten und fluchen kann Christina, in den Prüfungen überzeugt sie dafür weniger.
  • Zickenkrieg-Faktor: 10/10 – Die Fetzen fliegen zwischen Sam und Christina, wie viel davon gestellt ist – darüber kann man nur spekulieren.
  • Beliebtheit im Camp: 5/10 – Sam hält sie nicht mehr aus, aber immerhin steht der Ex-Bachelor zu der Dortmunderin.
  • Beliebtheit beim Publikum: 3/10 – Auf dem dritten Platz ist Christina am zweiten Tag in Folge. Kein Wunder, dass sie in den sozialen „arrogant“ genannt wird. Beleidigt ist sie dennoch mehr als sie zugeben will.
  • Skandalfaktor: 1/10 Skandalös wird es auch an Tag 2 nicht wirklich.
  • Tränen vergossen: 10/10 Nach der ersten Viertelstunde haben bereits alle drei Bewohner ihre Gründe gehabt auf die Tränendrüse zu drücken.

Zickenkrieg und Mobbing-Geschichte der Dortmunderin sind auf TVNOW auch noch nachträglich zu sehen. Weiter geht es am 23.01. um 22.15 Uhr auf RTL.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1999 in Dortmund geboren und aufgewachsen. Seit 2017 Medienwissenschafts- und Sowi-Studentin an der RUB. Nach zwei Jahren im Fernsehjournalismus, 2020 auch bei den Ruhr Nachrichten. Im Regionaljournalismus möchte ich über Geschehnisse und Menschen aus unmittelbarer Nähe berichten, so wie über das was sie und uns bewegt.
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Sophie Conrad

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