Der Dortmunder Zoo ist ein beliebtes Ausflugsziel - auch, wenn er derzeit in vielen Bereichen eine Baustelle ist. Einige Umbau- und Erneuerungsarbeiten sind aber jetzt auch schon fast abgeschlossen. © Oliver Schaper
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Dortmunder Zoo will Besuchern bald ein besonderes Tiererlebnis bieten

Der Dortmunder Zoo verändert sich. Die Corona-Zeit wurde bereits für Umbauten genutzt, die jetzt abgeschlossen werden. Ein neues und besonderes Tiererlebnis für die Besucher wird angekündigt.

Insgesamt werden in den nächsten Jahren 30 Millionen Euro in den Dortmunder Zoo investiert. Große Veränderungen kündigen sich an – etwa der Neubau der Robbenanlage und der Umbau der Bärenanlage. Aktuell laufen in dem Tierpark 11 Baumaßnahmen, auf die sich Besucher freuen können.

Darunter sind Neuerungen, die jetzt so gut wie fertig sind. Das Dortmunder Bauunternehmen Rundholz setzte im Rahmen des „Zukunftskonzepts Zoo 2023“ in den vergangenen Monaten Umbau-, Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten für rund eine Million Euro um. „Wir haben die Corona-Zeit gut genutzt“, sagt Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter.

Es wurden ein neues Schildkrötenhaus, ein neues Papageienhaus und eine Australien-Voliere gebaut, in die die Tiere nun nach und nach einziehen sollen. Den größten Neubau allerdings bekommen die Besucher gar nicht zu Gesicht: die Remise für den Fuhrpark des Zoos.

Zoo Dortmund bietet begehbare Australien-Voliere

Im neuen Papageienhaus in der Nähe des Haupteingangs sind die ersten Bewohner bereits zu sehen. Nicht nur durch das Volieren-Gitter, sondern auch durch einige Gucklöcher kann man zum Beispiel auf die Rosakakadus schauen.

Gucklöcher bieten jetzt einen schönen Blick in das neue Papageienhaus im Dortmunder Zoo.
Gucklöcher bieten jetzt einen schönen Blick in das neue Papageienhaus im Dortmunder Zoo. © Peter Wulle © Peter Wulle

In direkter Nachbarschaft zum Papageienhaus hat die Australien-Voliere ein völlig neues Erscheinungsbild erhalten. Die Unterkunft der Wellen- und Nymphensittiche und anderer Exemplare aus der australischen Vogelwelt ist nun eine begehbare Voliere.

Sie soll, wie Frank Brandstätter ankündigt, zu einer besonderen Attraktion werden. Denn: Die Besucher sollen hier die Wellensittiche füttern dürfen. „Dazu werden wir Futterstäbchen verkaufen. Und ich erhoffe mir den Effekt“, sagt der Zoodirektor, „dass Besucher, die mit einem Stäbchen da stehen, dann plötzlich einen Pelzmantel aus Wellensittichen anhaben.“

Neues Zuhause für Riesenschildkröten

Im Bau fertiggestellt ist auch die neue Anlage für die Riesenschildkröten im Dortmunder Zoo – sie muss jetzt noch eingerichtet werden. „Wir haben eine moderne, lichte Beton-, Stahl-, Glaskonstruktion geplant und gebaut. Zu ihren Besonderheiten gehört, dass die Wände zum Teil abgeschrägt und versetzt angeordnet sind“, sagt Bauunternehmer Stefan Rundholz.

Die künftigen Bewohner leben seit 2018 in Dortmund und mussten sich ihr Zuhause seither mit anderen Tieren teilen. Jetzt bekommen die Spornschildkröten, die als die drittgrößten Landschildkröten der Welt gelten, ihr eigenes Reich.

Bei einem gemeinsamen Rundgang blickten Bauunternehmer Stefan Rundholz (l.) und Zoo-Direktor Frank Brandstätter (r.) auf die Bauarbeiten im Zoo Dortmund. Das Ausweichquartier für die Robben wurde jetzt fertiggestellt, sodass es mit Bau der neuen Robben-Anlage bald losgehen kann.
Bei einem gemeinsamen Rundgang blickten Bauunternehmer Stefan Rundholz (l.) und Zoo-Direktor Frank Brandstätter (r.) auf die Bauarbeiten. Das Ausweichquartier für die Robben wurde jetzt fertiggestellt, sodass es mit Bau der neuen Robben-Anlage bald losgehen kann. © Peter Wulle © Peter Wulle

Nachdem die Außenanlage der Riesenotter als Ausweichquartier für die Seelöwen und Seebären umgebaut ist, soll es nun mit dem Bau der neuen Robbenanlage losgehen. Diese ist mit über 12 Millionen Euro das mit Abstand teuerste und größte Projekt im Rahmen des Zukunftskonzepts „Zoo Dortmund 2023“.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
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Peter Wulle

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