IHK und Handwerkskammer

Dortmunder Verbände kritisieren: Corona-Hilfen „könnten zu spät kommen“

Immer mehr ächzt die Dortmunder Wirtschaft unter dem Lockdown und den schleppenden Hilfszahlungen. Die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer üben jetzt deutliche Kritik.
Im Lockdown lahmt die Wirtschaft, viele Unternehmen brauchen jetzt dringend die versprochene Unterstützung. Die Kritik an der Politik nimmt zu. © Oliver Schaper

Harte Kritik ihrer Mitgliedsunternehmen gibt die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund jetzt an die Adresse der Bundesregierung weiter. Laut Kammerpräsident Heinz-Herbert Dustmann sind es vor allem drei Punkte, die die Betriebe aufregen:

  • Die verzögerte Auszahlung der kompletten Hilfen bei gänzlich ausbleibenden oder verschwindend geringen Einnahmen und Umsätzen.
  • Das als extrem aufwändig und bürokratisch empfundene Antragsverfahren für die Hilfen, das viele Fragen aufwerfe und selbst für die von den Unternehmen einzuschaltenden Steuerberater herausfordernd sei.
  • Die unterschiedlichen und komplexen Zugangskriterien zu den Hilfen, die zudem die tatsächlichen Fixkosten nicht ausreichend kompensieren.

Hinzu komme, dass vielen Unternehmerinnen und Unternehmern nicht klar gewesen sei, dass in den Programmen Schlussabrechnungen notwendig sein würden, die zu möglichen Rückzahlungen führen können.

Nachvollziehbarer Frust und Ärger bei Unternehmen

„Viele Unternehmen befürchten, trotz komplett fehlender Umsätze aufgrund angeordneter Schließung überlebensnotwendige Hilfen zum Teil zurückzahlen zu müssen. Dies führt zu nachvollziehbarem Frust und Ärger“, so Dustmann.

Sehr deutlich kritisiert auch Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer, die schleppende Auszahlung und komplizierte Beantragung der Corona-Hilfen: „Zahlreiche Handwerker fürchten um ihre Existenz. Sie brauchen die Unterstützung jetzt, in ein paar Wochen könnten die Hilfen zu spät kommen.

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