Die Blockaden wurden von der Polizei aufgelöst, teilweise unter Körpereinsatz. © Oliver Schaper
Extinction Rebellion

Dortmunder Umweltaktivisten sorgen kurzzeitig für Stau in der City

An mehreren Standorten haben die Umweltaktivisten von Extinction Rebellion mit Solo-Blockaden am Samstagmittag (12. Juni) den Verkehr in Dortmund lahmgelegt.

„Rebellion of One“ – so heißt die Aktion, die Extinction Rebellion (XR) am Samstagmittag (12. Juni) gegen 12 Uhr in ganz Deutschland durchgeführt hat. Solo-Sitzblockaden, also einzelne Personen, die sich auf den Boden setzen, sollen den Straßenverkehr unterbrechen.

In Dortmund hatte XR die Aktion an neun Stellen geplant: Eine von ihnen war der Wallring, direkt am Hauptbahnhof und am Fußballmuseum.

Dort wurde die Blockade allerdings recht schnell von der Polizei aufgelöst. Um etwa 12.10 Uhr berichtete unser Reporter vor Ort, dass die Person bereits von zwei Beamten nach drei Ampelphasen von der Straße getragen wurde.

Polizei: Eine friedliche Protestaktion

Zunächst habe die Polizei die Person freundlich darum gebeten, aufzustehen und auf dem Bürgersteig weiter zu demonstrieren. Dies lehnte sie jedoch ab, weshalb die Person weggetragen wurde.

Im Anschluss machte unser Reporter sich auf den Weg zur Schützenstraße, wo eine weitere Blockade stattfinden sollte. Die war aber offensichtlich um etwa 12.18 Uhr schon vorbei, von einem Protest war keine Spur mehr. Das Fazit unserer Außenreporters: Eine recht unaufgeregte Aktion, von denen nicht viele Dortmunderinnen und Dortmunder etwas mitbekommen haben werden.

Klima-Aktivismus: Eine Person sorgte kurz für Stau am Hauptbahnhof.

Weitere Sitzblockaden führt XR laut eigenen Angaben am Nordmarkt, an der Viktoriastraße in der City, auf der Möllerbrücke, im Kaiserviertel und im Saarlandstraßenviertel.

Die Polizei berichtet von einer „friedlichen Protestaktion“, bei der es keinerlei Ausschreitungen gab. An mehreren Örtlichkeiten im Stadtbereich sei es zu Blockaden gekommen, die jedoch von Beamten durch Zureden oder Wegtragen der Demonstrierenden wie am Hauptbahnhof beendet werden konnten.

Blockaden parallel zum G7-Treffen

Die „Rebellion of One“ findet neben deutschen Städten auch in Tschechien, Italien, Belgien, den Niederlanden und in Frankreich statt – und parallel zum Treffen der G7 in Großbritannien, von denen laut XR „ein Großteil der weltweiten Klima- und Umweltzerstörung“ ausgehe.

Eine ähnliche Aktion gab es bereits 15. Mai in Dortmund: Da sorgte eine Blockade eines jungen Mannes am Nordmarkt für Stau bis zum Hafen.

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1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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