Vermisstenmeldung

Dortmunder Trittbrettfahrerin gibt sich als vermisste Mutter aus

Über eine Woche lang suchte die Polizei in Essen nach einer 17-Jährigen und ihrem Säugling. Das rief eine Trittbrettfahrerin auf den Plan, deren Anruf einen Polizeieinsatz in Dortmund auslöste.
Die Polizei suchte am Freitagabend nach einem Unfall einen flüchtigen Mann in Niederaden. Bei der Suche mit Wärmebildkameras half auch ein Hubschrauber. © picture alliance / Patrick Seege

Am 6. Januar verschwand eine 17-Jährige mit ihrem zwei Monate alten Säugling aus einer Jugendhilfeeinrichtung in Duisburg. Beim betreuenden Jugendamt machte man sich große Sorgen um das Baby und informierte die Polizei, die den Fall öffentlich machte und städteübergreifend auch in Essen um Hinweise bat.

Mit unterdrückter Rufnummer meldete sich daraufhin eine Anruferin beim Essener Jugendamt: Sie sei die vermisste Mutter. Mit brüchiger Stimme gab sie an, dass es ihr schlecht gehe.

Handy-Ortung führte die Polizei nach Dortmund

Die Polizei wurde eingeschaltet, um die offenbar hilflose Anruferin ausfindig zu machen. Über das für den Anruf genutzte Handy führte die Spur nach Dortmund. Über die Ortung wurde eine 20-Jährige, die in Aplerbeck wohnt, ausfindig gemacht.

Die Ermittler stellten schnell fest: Es handelt sich nicht um die Vermisste. Die Frau hatte die Gefahr nur vorgetäuscht. Dafür muss sie sich laut Pressemitteilung der Polizei nun verantworten.

Man werde die durch den Einsatz entstandenen Kosten bei der Dortmunderin einfordern.

Die 17-jährige Mutter und ihr Baby wurden zwei Tage später in Oberhausen gefunden, es gehe ihnen gut, so die Polizei.

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