Fabian Menke (l.) und Simon Vogt werben als Fuß- und Radverkehrsbeauftragten im städtischen Tiefbauamt für die Stadtradel-Aktion - auch mit Botschaften auf der Straße. © Stadt Dortmund
Stadtradeln

Dortmunder sollen für drei Wochen aufs Rad umsteigen – es winken Preise

Drei Wochen lang auf das Auto verzichten und aufs Rad steigen - das ist das Ziel der Aktion Stadtradeln. In Dortmund startet sie am 5. September - mit einer rekordverdächtigen Beteiligung.

Wenn in den nächsten Wochen besonders viele Radfahrer auf Dortmunds Straßen unterwegs sind, könnte das an „Stadtradeln“ liegen. Die Aktion unter diesem Titel will möglichst viele Menschen dazu animieren, Alltagswege etwa zur Arbeit mit dem Fahrrad zurückzulegen.

„Stadtradeln“ ist ein bundesweiter Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen – also regelrecht Kilometer zu sammeln. Dabei ist es egal, ob man bereits Alltags-Radfahrer ist oder „umsteigt“. „Angesprochen sind vor allem diejenigen, die kurze Alltagswege in die Stadt bisher mit dem Auto zurückgelegt haben“, heißt es.

Mehr als 2800 Teilnehmer

Mehr als 2000 Gemeinden – vom Dorf bis zur Großstadt – machen bundesweit mit. In diesem Jahr sind schon mehr als 612.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer registriert. In Dortmund sind es bislang 2500 – was ein neuer Teilnehmerrekord wäre. Im vergangenen Jahr waren 2363 Teilnehmer dabei, die die Stadt Dortmund zur teilnehmerstärksten Kommune im Ruhrgebiet machten.

Antreten kann man allein oder mit Mitstreitern. Die aktuell gemeldeten Teilnehmer verteilen sich auf 270 Teams. Das größte mit mehr als 365 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stellt die TU Dortmund. Auch mehr als 20 Schulen sind dabei – die größte Gruppe mit mehr als 170 Anmeldungen stellt die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Brackel.

An zweiter Stelle bei den Mannschaftsgrößen liegt mit aktuell 237 registrierten Radlern die Stadtverwaltung Dortmund mit Oberbürgermeister Thomas Westphal als Kapitän und Schirmherr der gesamten Aktion in Dortmund.

Organisation im Tiefbauamt

Bei der Stadtverwaltung laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Die im Tiefbauamt angesiedelten städtischen Fuß- und Radverkehrsbeauftragten Fabian Menke und Simon Vogt haben denn auch schon mit Schablone und Sprühkreide Spuren auf den Straßen hinterlassen, um für das „Stadtradeln“ zu werben.

Mit gutem Beispiel voran geht auch erneut Tiefbauamts-Leiterin Sylvia Uehlendahl, die schon 2019 mitgestrampelt ist und ihre Eindrücke in einem Blog festgehalten hat. Seitdem ist sie begeisterte Radfahrerin. „Mein Vorsatz ist, das Auto komplett in der Garage lassen zu können – und natürlich das städtische Amt mit den meisten Kilometern zu werden“, kündigt Sylvia Uehlendahl an.

Digitale Vernetzung und Begleitung spielen eine große Rolle. Neben der Stadtradeln-App können die Teilnehmenden in diesem Jahr erstmals auch die kostenlose Fahrrad-App „Bike Citizens“ nutzen und mit ihren aufgezeichneten Kilometern an der dort ausgelobten Benefits-Aktion teilnehmen.

Wie im vergangenen Jahr werden die besten Teams und Radelnden geehrt. Als Preise ausgelobt sind praktische Fahrradtaschen, die auch unter allen Teilnehmenden mit mehr als 21 Kilometern auf dem Tacho verlost werden. Die besten teilnehmenden Schulen werden erstmals in einer Sonderkategorie ausgezeichnet und mit einem nützlichen Preis geehrt.

Touren-Angebote und Events

Im Aktionsraum gibt es zudem zahlreiche Touren-Angebote und Fahrradevents, die Gelegenheit bieten, gemeinsam in die Pedale zu treten. Höhepunkte sind die von Aufbruch Fahrrad Dortmund und Velocity-Ruhr organisierte Familienaktion „Kidical Mass“ am 18. September (Samstag). Ab 14 Uhr geht es über gesperrte Innenstadt-Straße vom Friedensplatz zum Westpark.

An der Fahrraddemo
An der Fahrraddemo „Kidical Mass“ nahmen im vergangenen Jahr 1400 Radfahrer teil, darunter viele Familien. © Rebekka Wölky (A) © Rebekka Wölky (A)

Einen Tag später am Sonntag (19.9.) startet die „Fahrradsternfahrt.Ruhr“ mit Oberbürgermeister Thomas Westphal als Schirmherr in Witten. Die Hauptroute über Dortmund mit Ziel in Lünen ist an viele Zubringer aus dem ganzen Ruhrgebiet angeschlossen, sodass der Fahrrad-Korso unterwegs immer weiter wachsen wird.

Anmeldungen und Teamgründungen sind weiterhin möglich und können auch noch bis zum letzten Tag des Wettbewerbs nachgeholt werden unter www.stadtradeln.de/dortmund.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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