Dortmunder Schüler erhalten „majestätischen“ Besuch

Kunst

Kunstausstellung - das bedeutet normalerweise, die geschaffenen Werke aus sicherer Entfernung zu betrachten. Anfassen ist für gewöhnlich verboten. Ganz anders ist das nun an einer Dortmunder Schule.

Scharnhorst

, 15.04.2021, 19:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kunst zum Anfassen: Eine besondere Ausstellung lädt die Schüler einer Dortmunder Schule dazu ein, sich hautnah mit den Objekten auseinanderzusetzen.

Kunst zum Anfassen: Eine besondere Ausstellung lädt die Schüler einer Dortmunder Schule dazu ein, sich hautnah mit den Objekten auseinanderzusetzen. © Paul-Dohrmann-Schule

Groß war der Aufschrei, als ein Mann auf der Art Basel in Miami 2019 ein Kunstwerk verspeiste - eine mit Klebewand an einer weißen Wand befestigte Banane mit einem Wert von rund 120.000 Dollar. An einer Dortmunder Schule ist nun eine Kunstausstellung zu Besuch, die die Schüler ausdrücklich zur Interaktion mit den ausgestellten Objekten anregt. Dahinter steckt eine besondere Idee.

An der Paul-Dohrmann-Schule in Dortmund-Scharnhorst gastiert zurzeit eine Ausstellung des Künstlers und Diakons Ralf Knoblauch. Der Bonner fertigt aus Holz Königsfiguren in verschiedenen Größen, Formen und Posen.

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„Diese Könige machen uns, jeden einzelnen von uns zu einem König“, heißt es auf der Website des Künstlers. An der Förderschule in Scharnhorst kommt das Konzept gut an. „Diese Könige machen etwas mit den Kindern. Sie wachsen etwas, sehen stolz aus und irgendwie glücklich“, teilt die Schule mit. Durch seine Figuren zum Anfassen schaffe der Künstler eine Begegnung mit der eigenen königlichen Würde und Menschlichkeit.

Bei den Schülern der Paul-Dohrmann-Schule kommen die Kunstfiguren zum Anfassen gut an.

Bei den Schülern der Paul-Dohrmann-Schule kommen die Kunstfiguren zum Anfassen gut an. © Paul-Dohrmann-Schule

Im Unterricht werde besprochen, dass die Könige wertvoll seien, genau wie die Schüler selbst und jeder Mensch auf der Welt. Warum sie selbst wertvoll seien? „Ich bin eine gute Freundin“ und „ich helfe meiner Mutter mit meinen Geschwistern“ sind nur zwei der Antworten der Kinder. Ein Gefühl der positiven Bestärkung bleibt zurück.

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