Die neue Stelle bei der Stadt Dortmund sollte als Bindeglied zu Tierschutzorganisationen fungieren. © picture alliance/dpa
Diskussion im Ausschuss

Dortmunder Politik diskutiert über neue Tierschutzbeauftragte

Die Grünen wollen eine neue Stelle zwischen Stadt und Tierschutz einrichten, die ehrenamtlich gefüllt werden soll. Die Meinungen der Parteien liegen zum Thema weit auseinander.

Die Stelle soll ehrenamtlich als Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung und dem Tierschutz eingerichtet werden. Der Ausschuss für öffentliche Ordnung hat sich mit einem Vorschlag der Grünen beschäftigt, einen oder eine Tierschutzbeauftragte zu installieren.

„Es geht darum, die Zusammenarbeit zwischen dem Tierschutz und der Verwaltung zu stärken“, begründete Lisa Denzel die Idee. Es sei bewusst eine ehrenamtliche Stelle angedacht, damit die Person nicht an Weisungen der Stadtverwaltung gebunden wäre.

Der Fall eines stark kritisierten Schäfers, der seine Tiere im Dortmunder Westen vernachlässigt haben soll, zeige aus Sicht der Grünen, dass so eine Stelle nötig sei.

Dezernent Norbert Dahmen gab zu verstehen, dass er ein Bindeglied zwischen der Behörde und anderen Organisationen durchaus begrüße.

„Aufwandsentschädigung wird auch Geld kosten“

Doch die Politiker lagen nicht wirklich auf einer Wellenlänge. „Die Aufwandsentschädigung dafür wird auch Geld kosten“, sagte etwa Dirk Goosmann von der SPD: „Wir schaffen damit Doppelstrukturen, die wir nach unserem Dafürhalten in dieser Stadt nicht brauchen.“

Die Fraktion Linke+ pochte hingegen auf eine vollständig bezahlte Stelle. „Ehrenamtlich ist das nicht zu leisten, sagen Tierschützer“, meinte Thomas Zweier. Und auch Uwe Wallrabe von der CDU befand: „Wir bezweifeln, dass man das ehrenamtlich leisten kann.“

Durch die Enthaltung der Fraktionen von SPD, FDP/Bürgerliste und Die Partei ist allerdings beschlossen worden, den Antrag an den Rat der Stadt zu überweisen.

In einer früheren Version dieses Artikels war die Rede davon, dass der Antrag abgelehnt worden sei. Dies ist durch die Enthaltungen aber nicht geschehen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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