Dortmunder mit ÖPNV zufrieden - aber nicht in allen Bereichen

dzOnline-Befragung

Mit dem Netz von Bus und Bahn in der Stadt sind die meisten Dortmunder zufrieden, in einem Bereich sehen sie allerdings ein Defizit. DSW21 erinnert dazu an geltende Spielregeln.

Dortmund

, 01.08.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von Hombruch in die Innenstadt mit der U42 in 11 Minuten und das im 10-Minuten-Takt, von Sölderholz nach Lütgendortmund in 70 Minuten quer durch die Stadt mit dreimal Umsteigen – mehr als zwei von drei Dortmundern sind vom öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt überzeugt. Sie bewerten das Netz von Bussen und Bahnen als gut.

Das ist ein Ergebnis unserer nicht repräsentativen Online-Umfrage zur Zufriedenheit mit der Stadtverwaltung. 2709 Dortmunderinnen und Dortmunder haben ihre Meinung dazu kundgetan. DSW21 ist als 100-prozentige Stadttochter in Dortmund zuständig für den ÖPNV.

Laut Umfrage trifft die Feststellung „Dortmund hat ein gutes Netz von Bussen und Bahnen“ für 22,05 Prozent der Befragungsteilnehmer „voll und ganz zu“ und für 49,11 Prozent „eher zu“. Knapp ein Viertel der Befragten sehen das anders. Für sie trifft das eher nicht zu (17,49 Prozent) oder gar nicht zu (6,23 Prozent). 5,11 Prozent haben keine Meinung.

Für etwa die Hälfte der Teilnehmer fahren Busse und Bahnen in Dortmund zuverlässig und pünktlich. Aber: Rund 37 Prozent meinen das nicht, und fast 13 Prozent können oder wollen das nicht beurteilen.

Kritik an der Sauberkeit

Etwas mehr Kritik gibt es an der Sauberkeit. Dabei sind die Bahnen in den Augen der befragten Nutzer schmutziger als die Busse.

Für die Hälfte sind die Busse ausreichend sauber, bei den Bahnen sind es nur knapp 40 Prozent. Gut 49 Prozent sind nicht zufrieden mit der Sauberkeit, 10,1 Prozent haben bei den Bahnen keine Meinung, 18,77 Prozent bei den Bussen.

Und was sagt DSW21 zu diesem Ergebnis? Die Stadtwerke freuen sich darüber, „dass mehr als 71 Prozent der Dortmunderinnen und Dortmunder mit dem ÖPNV-Angebot bei Bussen und Bahnen zufrieden sind“, sagt Unternehmenssprecher Frank Fligge.

Jährliches Kundenbarometer

Ein leistungsfähiges Netz hätten auch schon unabhängige Verkehrsgutachten DSW21 in der Vergangenheit bescheinigt, so Fligge: „Viel wichtiger und wertvoller ist aber, dass die Bürgerinnen und Bürger das auch tatsächlich so wahrnehmen und schätzen. Deshalb diskutieren wir regelmäßig bei Kundenforen mit unseren Abonnenten und ermitteln Jahr für Jahr im Rahmen eines Kundenbarometers die Zufriedenheitswerte unserer Fahrgäste.“

Diese Befragungen unterlägen einem zertifizierten Verfahren. Die Ergebnisse seien Bestandteil des Qualitätsberichtes, den die Stadtwerke der Stadt Dortmund jährlich vorlegten, erläutert der DSW-Kommunikationschef. „Und sie sind – wie auch die Umfrage der Ruhr Nachrichten – ein permanenter Ansporn, noch besser zu werden.“

Noch pünktlicher und noch sauberer

Noch besser bedeutet laut Fligge auch: noch pünktlicher und noch sauberer. Gerade bei den Bussen habe DSW21 hinsichtlich der Pünktlichkeit bisweilen nur bedingt Einfluss. Sie seien Bestandteil des Straßenverkehrs. Fligge: „Staut sich der Verkehr, stehen auch unsere Busse. Bilden Baustellen Nadelöhre, haben unsere Busse es häufig besonders schwer, durchzukommen. Und da solche Engpässe gehäuft zu Stoßzeiten, also im Berufs- und Schülerverkehr, auftreten, sind von vergleichsweise wenigen Verspätungen oder Ausfällen vergleichsweise viele Fahrgäste persönlich betroffen.“

Was die Sauberkeit angeht: DSW21 reinige Busse und Bahnen täglich. Auf der Strecke könne man allerdings nicht reinigen, erklärt Fligge. „Aber jeder einzelne Fahrgast kann selbst dazu beitragen, dass es sauber bleibt.“ Deshalb erinnere DSW21 die Fahrgäste immer wieder mal an die Spielregeln: kein Verzehr von Speisen und Getränken und kein zurückgelassener Müll in den Fahrzeugen. „Wenn sich alle so verhalten, wie sie es daheim von ihren Gästen erwarten“, sagt Fligge, „hat niemand Grund zur Beschwerde“.

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