Fridays For Future demonstriert trotz Corona - vor allem im Netz

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Auch große Demos von Fridays For Future sind gerade verboten. Dortmunder Aktivisten haben trotzdem demonstriert: Mit einer kleinen Mahnwache vor allem fürs Netz.

Dortmund

, 24.04.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollte am Freitag (24.4.) der fünfte globale Klimastreik mit großen Fridays-For-Future-Demonstrationen stattfinden - auch in Dortmund. Doch wegen des Coronavirus verbieten sich Menschenansammlungen gerade. Der Streikt fand allerdings trotzdem statt: im Netz.

Bereits an den Tagen vor dem Klimastreik habe die Dortmunder FFF-Ortsgruppe Klimaschutz-Plakate in der Stadt verteilt, die die Dortmunder in ihre Fenster hängen sollten, heißt es auf den Kanälen in den sozialen Netzwerken. Verlinkt werden sollte das ganze mit den Hashtags #NetzstreikfürsKlimaDO oder #NetzstreikfürsKlima.

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Mit einer einzelnen Mahnwache am Opernhaus haben einige Aktivisten von Fridays For Future ihre Botschaft im öffentlichen Raum platziert. Das Ganze wurde über die sozialen Netzwerke gestreamt.

Außerdem sollten Follower Fotos zur Dortmunder FFF-Gruppe schicken. Der Plan: Eine Fotomontage eines mit Klimaaktivisten gefüllten Friedensplatzes.

FFF fordert Handlungsbereitschaft auch bei der Klimapolitik

Lorenz Blumenthaler ist Mitglied der FFF-Ortsgruppe Dortmund und hat die Aktionen mitorganisiert. Er sagt, die Ortsgruppe habe sich für eine Einzelmahnwache und die Plakat- und Foto-Aktion entschieden, „um sich mit der Bevölkerung der Risikogruppe zu solidarisieren.“ Man wolle auch dazu beitragen, das Coroanvirus einzudämmen.

„Obwohl wir im Moment nicht auf die Straße dürfen, wollen wir zeigen, dass es uns gibt und auf die Handlungsbereitschaft der Regierung für das Klima aufmerksam machen“, sagt Lorenz Blumenthaler. Bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise erkenne er, „dass die Regierung doch auch schnell handeln kann“. Das wünsche er sich auch in Sachen Klimapolitik.

Obwohl die Schulen in den nächsten Wochen wieder schrittweise geöffnet werden sollen, seien seitens Fridays For Future keine Freitags-Demonstrationen geplant. „Wir haben kein Go von den Versammlungsbehörden bekommen, deswegen werden die kommenden Demos wahrscheinlich auch im Internet ablaufen“, so Lorenz.

Internet-Organisation für Dortmunder FFF kein Neuland

Für die Dortmunder Ortsgruppe und FFF allgemein sei die Organisation über das Internet kein Problem. Lorenz ergänzt: „Wir haben uns auch ohne Corona schon über WhatsApp-Gruppen und Zoom-Meetings organisiert. Deswegen haben wir wahrscheinlich einen Vorsprung gegenüber denjenigen, die damit jetzt erst anfangen.“

Eine besonders große Reichweite hatte der Dortmunder Streik-Livestream jedoch nicht. Die Zuschauerzahlen hielten sich meistens im einstelligen Bereich.

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