Dortmunder Forscherin erhält Tierschutzpreis 2019 des Bundes-Landwirtschaftsministeriums

Auszeichnung

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat der Dortmunderin Wiebke Albrecht den Tierschutzpreis 2019 überreicht. Freuen können sich vor allem Ratten und Mäuse.

von Paula Protzen

Dortmund

, 26.10.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmunder Forscherin erhält Tierschutzpreis 2019 des Bundes-Landwirtschaftsministeriums

Wiebke Albrecht hat den Tierschutzpreis 2019 des Bundeslandwirtschaftsministeriums gewonnen. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. © Eva Mühle / Ifado

Der Tierschutzforschungspreis des Bundes-Landwirtschaftsministeriums geht 2019 an eine Dortmunderin: Wiebke Albrecht arbeitet am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (Ifado). Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner überreichte Albrecht den Preis am Mittwoch (23.10.) in Berlin.

Wiebke Albrecht und ihre Kollegen haben ein Verfahren optimiert, das die Leberschädlichkeit von Medikamenten an Zellkulturen testet. Tierversuche können so vermieden werden.

Leberschäden bringen viele Medikamente zu Fall

Leberschäden sind der häufigste Grund dafür, dass bereits zugelassene Medikamente vom Markt genommen werden – obwohl sie zuvor an Tieren ausprobiert wurden.

Albrecht und ihr Team testeten 36 Substanzen, deren Schädlichkeit bekannt war, auf im Labor kultivierten menschlichen Leberzellen. Bei allen wurde die Leberschädlichkeit richtig erkannt. „Allerdings müssten wir viele weitere Substanzen untersuchen, um zu verstehen, wie exakt unsere Methoden sind“, so Albrecht.

Dortmunder Forscherin erhält Tierschutzpreis 2019 des Bundes-Landwirtschaftsministeriums

Bundes-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (l.) bei der Preisverleihung an Wiebke Albrecht © BfR / Hachmann

Tierversuche sind in Deutschland nur erlaubt, wenn es keine alternativen Methoden gibt, die Sicherheit und Verträglichkeit der Produkte gewährleisten könnten. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung soll einen Anreiz für Forschende schaffen, solche Alternativen zu entwickeln, damit der Einsatz von Versuchstieren einschränkt oder ersetzt werden kann.

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