Christian Mersch (28) ist Feuerwehrmann auf der Wache 1 in Dortmund. Nebenher dokumentiert er seinen und den Pandemie-Alltag einiger Kollegen. © Feuerwehr Dortmund
Filmprojekt

Dortmunder Feuerwehrmann zeigt Einblicke in besonderen Corona-Alltag

Auch die Dortmunder Feuerwehrleute mussten sich an die Pandemie anpassen. Einer von ihnen produziert aktuell genau darüber einen Film. Uns verrät er vorab, wie sich sein Berufsleben geändert hat.

Die meisten Dortmunder möchten vermutlich Corona möglichst schnell vergessen. Ein Dortmunder Feuerwehrmann hat sich etwas anderes vorgenommen: Christian Mersch (28) filmt den Alltag auf Dortmunds Feuerwache 1 unter Pandemie-Bedingungen.

„Jeder hofft ja, dass Corona bald vorbei ist“, sagt er. „Durch die Pandemie hat sich für uns viel verändert, diese Zeit wird es wohl so nicht nochmal geben.“ Diese Veränderungen in einer außergewöhnlichen Zeit hält Mersch neben seiner Arbeit fest. Freiwillig und ohne finanziellen Hintergedanken. Das Ergebnis soll ein mindestens 30-minütiger Film sein, von dem er hofft, ihn im Frühjahr veröffentlichen zu können.

Viele Feuerwehrleute erzählen von der Pandemie

Zu Wort kommen in dem Film auch Kollegen aus der Wachabteilung von Christian Mersch – ebenfalls alle aus Interesse an der Sache. „Ich war ehrlich ein bisschen überrascht über das ganze Interesse. Es haben sich auf Anhieb zehn Kollegen gemeldet, die mitmachen wollten.“

Feuerwehrleute, erzählt Christian Mersch, seien eine eingeschworene Gemeinschaft. Gemeinsame Aktivitäten seien sehr wichtig. Mit Corona sei da viel weggefallen. Nicht nur sei die Wachabteilung, sonst 60 Personen, aufgeteilt worden, auch der gemeinsame Sport entfalle.

Ein wichtiges Ritual fiel weg

„Das erste, woran ich gemerkt habe, dass wir uns auch beim Gemeinschaftsleben beschränken müssen war, als wir uns nicht mehr die Hand gegeben haben“, sagt Mersch. „Das ist eine Tradition bei uns. Unabhängig vom Dienstgrad geben sich alle bei Beginn der Schicht erstmal die Hand. Das geht nun schon länger nicht mehr.“

Solche Einblicke in das alltägliche Leben auf der Wache 1 werde es viele geben, verspricht Christian Mersch. Zum Beispiel auch vom gemeinsamen Kochen. „Irgendwann hatte ich ne ganz gute Koch-Show gefilmt“, scherzt er.

Aber auch Bilder von einem Einsatz aus dem ersten Lockdown wird es in dem Film zu sehen geben. Und natürlich spiele auch der Rettungsdienst in Corona-Zeiten eine zentrale große Rolle.

Interviews mit Dortmunder Feuerwehrleuten führen durch den Film. Insgesamt soll so ein Eindruck entstehen, was in 24-Stunden (also einem Dienst) auf der Feuerwache 1 während der Pandemie passiert.

„Von der Youtube-Akademie“

Inspiriert wurde Christian Mersch auch von der gefeierten WDR-Produktion „Feuer & Flamme“, wie er selbst sagt. Ein professionelles Team steht aber nicht hinter dem Film. Mersch macht alles selbst, beraten von einigen Kollegen. „Man könnte sagen, ich komme von der Youtube-Akademie.“

Auf dem Youtube-Kanal der Dortmunder Feuerwehr ist jüngst auch ein Trailer für den Film von Christian Mersch erschienen. Und der verspricht beindruckende Einblicke aus erster Hand in einen besonderen Corona-Alltag.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Gut recherchierter Journalismus liegt mir am Herzen. Weil die Welt selten einfacher wird, wenn man sie einfacher darstellt. Um Zusammenhänge zu erklären, setze ich auf klaren Text und visuelles Erzählen – in Videos, Grafiken und was sonst dabei hilft.
Zur Autorenseite
Bastian Pietsch

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.