Polizei findet 19-jährigen Dortmunder tot in Amsterdam

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Tragischer Todesfall am heißen Sommerabend: Ein 19-jähriger Dortmunder ist am Wochenende in Amsterdam gestorben. Mit Freunden war er zum Urlaub in der niederländischen Hauptstadt.

Dortmund

, 13.08.2020, 13:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Park Somerlust in Amsterdam ist ein beliebter Treffpunkt und Badeplatz an warmen Tagen. Südlich der Innenstadt liegt der Park direkt am Fluss Amstel, in dem man auch schwimmen kann. Dort im Wasser ist ein 19-Jähriger aus Dortmund am Sonntag (9.8.) leblos gefunden worden.

Der junge Mann ist am Samstagabend von seinen Freunden – ebenfalls aus Dortmund – vermisst gemeldet worden, berichtet Polizeisprecherin Judith van Dam. Es habe sich um Touristen gehandelt, die offenbar nur kurz zum Urlaub in der Stadt waren.

Bekannter Badeplatz ohne gefährliche Strömungen

Richard Ferati war vor Ort und schildert die Situation so: „Zuletzt gesehen haben wir Theo am Strandanfang, wo das Wasser ihm bis zu den Knien ging.“ Der junge Mann habe aus dem Fluss ans Ufer kommen wollen. Wegen der Corona-Regeln sei der Bereich eingezäunt gewesen, der 19-Jährige habe den offiziellen Zugang jedoch nicht genommen, sondern wollte woanders das Wasser verlassen.

„Allerdings kam er nie bei uns an, weshalb wir nach fünf Minuten die Suche starteten“, so Ferati: „Erfolglos leider.“ Der Bereich sei „prall gefüllt“ mit anderen Menschen gewesen. Polizisten haben den Fluss per Boot mit Sonar abgesucht, den Vermissten am Abend aber nicht gefunden.

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Am nächsten Tag ging die Suche weiter – das Sonarsignal habe den 19-Jährigen dann im Wasser versunken aufgespürt. „Der Ort ist ein bekannter Badeplatz, da gibt es keine gefährlichen Strömungen“, sagt die Polizeisprecherin auf Englisch. Das Baden sei dort auch nicht verboten. „Wir gehen davon aus, dass er kein guter Schwimmer war“, so van Dam. Die Ermittlungen seien noch im vollen Gange.

Zeitweise ist der Park Somerlust zwar am Wochenende von der Stadtverwaltung abgesperrt worden. Dies sei allerdings nur im Sinne des Corona-Schutzes passiert, weil sich – unabhängig vom Leichenfund – zu viele Personen am Ufer aufgehalten hätten, sagt die Polizeisprecherin.

Freunde sammeln Geld für die Beerdigung

In Dortmund wird währenddessen Geld für die Angehörigen des Toten gesammelt. „Der vollständige Betrag soll die Familie für die Beerdigung und Ähnliches unterstützen“, ist auf dem Finanzportal Paypal zu lesen.

„Teilt gerne diesen Beitrag, damit so viele Menschen wie möglich von Theo und seiner Geschichte erfahren“, steht dort. In nur zwei Tagen seit Errichtung des sogenannten „Moneypools“ auf dem Portal sind bereits mehr als 9700 Euro zusammengekommen (Stand Donnerstag, 13 Uhr).

In der Kommentarspalte des Portals drücken viele Spender ihr Beileid aus. Unter anderem ist dort zu lesen: „Theo war ein lebensfroher, netter und lustiger Junge. Jede Minute hat mit ihm Spaß gemacht. Er wird uns fehlen und für immer in Erinnerung bleiben.“

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