Wärmen Computer bald Bohnen und Blumenkohl auf Phoenix-West?

Nachhaltige Stadtentwicklung

Wenn bei World of Walas in der ehemaligen Gasgebläsehalle auf Phoenix-West in Zukunft Gemüse sprießt – dann mit smart gewonnener Wärme. DEW21 arbeitet bereits an der Lösung.

Dortmund

22.03.2021, 16:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unter anderem die ehemalige Gasgebläsehalle auf Phoenix-West wird ein Ort der Innovationen.

Unter anderem die ehemalige Gasgebläsehalle auf Phoenix-West wird ein Ort der Innovationen. © Archiv

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) und das Stadtentwicklungs-Unternehmen World of Walas gehen gemeinsame Wege bei der Entwicklung von Phoenix-West. Neben dem Angebot klassischer Versorgungsleistungen wird DEW21 dabei auch im Sinne eines nachhaltigen Lebensversorgers das komfortable und nachhaltige Leben in diesem Dortmunder Quartier mitgestalten.

Der niederländisch-kanadische Stadtentwickler World of Walas, der in Hörde nicht nur die Hochofenanlage, das ehemalige Schalthaus und das westlich vom Hochofen gelegene Baufeld 13 erworben hat, sondern in Kürze auch die Entwicklung des Gasometers, der Gasgebläsehalle und des Pumpenhauses beabsichtigt, geht mit seinem Nachhaltigkeitsansatz neue Wege in der Urbanisierung alter Industrieareale.

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Mit der Partnerschaft von DEW21 und World of Walas werde Phoenix West zu einem Inkubator und Leuchtturm für Innovationen im Zusammenhang mit Energie, Wasser und Abfall, einschließlich der Digitalisierung städtischer Systeme, teilen beide Partner mit.

Restwärme aus lokalen Quellen

Beide Seiten planen innovative Energiesysteme aufzubauen und zu erproben, aber auch Lösungsansätze zu erarbeiten, um Restwärme aus lokalen Quellen zu nutzen. Ein erster Ansatz der Zusammenarbeit wird gerade am Walas-Standort im niederländischen Heerlen geprüft. Hierbei geht es um ein Pilotprojekt, bei dem die Wärme eines Rechenzentrums aufgenommen werden soll, um diese anschließend in das Heizsystem des Walas-Gebäudes einzuspeisen. Diese Innovation könnte

später auch auf Phoenix-West ausgebaut werden.

Bei der Unterzeichnung der strategischen Partnerschaft: (v.l.) Dirk van der Ven, Pascal Ledune und Gerben van Straaten von World of Walas mit Heike Heim, Sven Baumgarte und Dominik Gertenbach von DEW21.

Bei der Unterzeichnung der strategischen Partnerschaft: (v.l.) Dirk van der Ven, Pascal Ledune und Gerben van Straaten von World of Walas mit Heike Heim, Sven Baumgarte und Dominik Gertenbach von DEW21. © DEW21

Die Ansatzpunkte sind vielfältig und beinhalten auch innovative Gebäudehüllen, um die Energieeffizienz der genutzten Räume zu verbessern, und, wenn möglich, auch mit Fotovoltaik nachhaltig Energie zu erzeugen. Ein wesentlicher Hebel für eine optimierte Energiesteuerung ist der Einsatz von Sensoren und intelligenten Steuerungssystemen. Hier kommt die 100-prozentige DEW21-Tochter DOdata ins Spiel. Sie ist Treiber hinter vielen sogenannten Smart-City-Ansätzen der Stadt Dortmund.

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Energie, Wasser und Wärme fürs Gewächshaus

Interessant ist das unter anderem für die Entwicklung des AgroTech Centres in der ehemaligen Gasgebläsehalle. In diesem Zentrum, das auch Gewächshauselemente beinhaltet, muss intelligent und optimiert Energie, Wasser und Wärme eingesetzt und gesteuert werden. „Diese konkreten Anforderungen auf das gesamte Areal zu skalieren und hierfür ein ganzheitlich kombiniertes Energie- und Wärmemanagementsystem zu entwickeln, ist ein völlig neuer Ansatz“, berichtet Gerben van Straaten, Vorstandschef von World of Walas

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Mit der Partnerschaft von DEW21 und World of Walas soll Phoenix-West Zug um Zug zu einem einzigartigen Entwicklungs- und Testareal für urbane Systeme im XXL-Format werden. Lösungen, die hier entwickelt werden, können dann auf andere Standorte übertragen werden.

„Es ist das erste Mal in der DEW21-Geschichte, dass wir so eine strategische Partnerschaft für ein solches Areal vereinbaren. Wir freuen uns, als Partner dieses zukunftsfähige Projekt zu unterstützen und unsere Kompetenzen gewinnbringend für die nachhaltige Entwicklung von Phoenix-West einzubringen“, erklärt Heike Heim, Vorsitzende der Geschäftsführung von DEW21.

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