HSP-Gelände: Architektur-Studierende stellen Pläne für den neuen FH-Campus vor

dzRheinische Straße

Ein neuer FH-Campus auf dem alten HSP-Gelände - das ist bereits seit Langem in Planung. Bisher wurde noch nichts umgesetzt. Nun haben Studierende eigene Pläne entworfen.

von Nick Kaspers

Dortmund

, 12.03.2020, 14:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine riesige Entwicklungsfläche in Innenstadt-Lage: das brachliegende Werksgelände an der Rheinischen Straße, das früher von Hoesch-Spundwand (HSP) genutzt wurde, lockt zum Wohnen und Arbeiten an. Vor allem aber ist es attraktiv für Studierende der Dortmunder Fachhochschule. Sie müssen bisher zwischen vier Standorten hin und her pendeln.

Seit geraumer Zeit überlegt die Stadt zusammen mit der Thelen-Gruppe und der IHK, auf dem Gelände einen neuen FH-Campus zu schaffen. Die rund 15.000 Studierenden der FH würden sich sicherlich freuen. Schließlich läge der Campus zentral in der Innenstadt und nah an der B1. An diesem Projekt arbeiteten nun Studierende aus Dortmund, Potsdam, Eindhoven und Neapel.

Seit 2013 bietet die Internationale Frühjahrsakademie der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund Studierenden die Möglichkeit, ihre Vorstellungen über Entwicklungsprojekte der Dortmunder Innenstadt zu visualisieren. Seither wurden bereits an der B1, dem Wallring, Hellweg, Alten Markt, Friedens- und Hansaplatz, der Dortmunder Nordstadt, dem ehemaligen Südbahnhof sowie dem Unionsviertel experimentiert.

Integration von Gewerbe- und Wohnraum

Unter dem Titel „Konversion“ widmeten sich 16 Studierende der TU Dortmund, FH Potsdam, TU Eindhoven und Universität Neapel Federico II in fünf Gruppen möglichen Plänen, wie man das HSP-Gelände als FH-Campus sinnvoll in die Stadt einbetten und nutzen kann. Zusätzlich hatten sie die Aufgabe, nicht störendes Gewerbe und möglichen Wohnraum in das Gelände zu integrieren.

Die Vorstellungen der Studierenden gingen teils auseinander. Folgende Merkmale überschnitten sich jedoch bei mehreren Gruppen:

  • Die Hochschultrakte werden von den Gebäuden des Gewerbes sowie den Wohnräumen getrennt. So sollen funktionelle Einheiten innerhalb des Geländes entstehen.
  • Das komplette Gelände wird in das vorhandene Straßennetz eingebunden. Dazu hat man das vorhandene Straßenraster übernommen und eine Verdichtung geschaffen. Das Gelände soll somit an die Innenstadt angebunden werden.
  • Bestandsgebäude sollen beibehalten und wieder nutzbar gemacht werden.
  • Zwischen den Gebäuden sollen öffentliche Plätze und Grünflächen geschaffen werden, die gemeinschaftlich von den Menschen, die auf dem Gelände leben, arbeiten oder studieren, genutzt werden können.

Raphael Stankiewicz und seine Gruppen-Mitglieder entwarfen Pläne, wie der mögliche FH-Campus in das Straßennetz eingebunden werden könnte.

Raphael Stankiewicz und seine Gruppen-Mitglieder entwarfen Pläne, wie der mögliche FH-Campus in das Straßennetz eingebunden werden könnte. © Schaper

Gearbeitet wurde zehn Tage lang von morgens bis abends, auch am Wochenende. Raphael Stankiewicz, Architektur-Student der TU Dortmund im fünften Semester, hat es trotzdem gut gefallen. „Natürlich war es anspruchsvoll, ein Konzept zu entwickeln, aber es hat vor allem Spaß gemacht, neue Leute kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten“, erläutert Stankiewicz.

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