Nachtleben

Dortmund hat jetzt einen „Clubfonds“: Das steckt dahinter

Die Wirtschaftsförderung will mit einem „Clubfonds“ die Ausgehstadt Dortmund erhalten. Was steckt hinter der neuen Hilfe für das Dortmunder Nachtleben?
In einer Disko hatte der angeklagte Castrop-Rauxeler die 19-Jährige kennengelernt (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Dortmunder Konzertveranstalter und Clubbetreiber können ab sofort Anträge für zusätzliche finanzielle Unterstützung stellen. Die Wirtschaftsförderung Dortmund in dieser Woche ein Konzept für einen Clubfonds vorgestellt.

Gefördert werden sollen damit Veranstaltungen und Projekte, „die eine möglichst überregionale Ausstrahlung im Hinblick auf wirtschaftliche und mediale Effekte entwickeln und den Ausgehstandort Dortmund stärken“.

Alle Akteure aus der „Nightlife“-Szene können Anträge stellen

Anträge stellen können laut Wirtschaftsförderung alle lokale Akteure und Unternehmen aus der „Nightlife-Szene“ sowie überregional tätige Veranstaltungs- und Eventagenturen, die in Dortmund aktiv sind.

„Wünschenswert“ seien Verbundprojekte mehrerer Veranstalter und die Einbeziehung mehrerer Veranstalter oder Künstler aus Dortmund.

„Weiterhin können innovative Konzepte gefördert werden, die nachhaltig die wirtschaftliche Lage eines Clubs/Veranstaltungsortes stabilisieren bzw. verbessern“, heißt es in der Projektbeschreibung.

Ein finanzieller Rahmen ist im Konzept der Wirtschaftsförderung nicht genannt. „Die Höhe der Fördersumme ist abhängig vom Konzept der Veranstaltung oder der Maßnahme“, so der Wortlaut.

In ersten Reaktionen bewerten Akteure wie die IG Dortmunder Club- und Konzertkultur den „Clubfonds“ positiv. Es gibt bereits erste Ideen zur Umsetzung, wie ein gemeinsam von mehreren Clubs genutztes Open-Air-Gelände im Sommer.

Oberbürgemeister Thomas Westphal: „Zum Bestand der Szene beitragen.“

Aus Sicht von Oberbürgermeister Thomas Westphal ist der Clubfonds ein weiteres Element, um die Wirtschaft in Dortmund zu stützen. „So wollen wir zum Bestand der Szene beitragen“, sagt Westphal.

Clubs, Live-Entertainment, Szenegastronomie und Kultureinrichtungen seien Bausteine der Identität Dortmunds als Ausgehstadt sowie wichtige kulturelle und ökonomische Akteure. Sie stünden für Vielfalt und Diversität.

So laufen Antragstellung und Entscheidung ab

Die Anträge werden mehrmals im Jahr einem Auswahlgremium vorgelegt. Die Wirtschaftsförderung Dortmund erstellt nach der Auswahl durch das Gremium einen Zuwendungsbescheid.

Anträge auf Förderung aus dem Clubfonds können online über die Internetseite www.wirtschaftsfoerderung-dortmund.de oder per Mail an clubfonds.dortmund@stadtdo.de gestellt werden.

Es muss nachgewiesen werden, wie das Geld verwendet wird. Zu viel ausgezahlte Mittel müssen zurück gezahlt werden.

Vor einer Antragsstellung empfiehlt die Wirtschaftsförderung eine Kontaktaufnahme unter Tel. (0231) 5024119 (Frank Gutzmerow) oder Tel. (0231) 5029211 (Michaela Franzes) bzw. per Mail an clubfonds.dortmund@stadtdo.de.

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