Ranking

Dortmund gehört zu den vier grünsten Städten der Welt

Auch wenn Dortmund durch den Regen zurzeit eher grau aussieht, zählt die Stadt zu den vier grünsten Städten auf diesem Planeten. Dabei gilt überraschenderweise eine wichtige Straße als Grünfläche.
Blick auf das grüne Dortmund von oben, hier Barop mit den Studentenwohnheimen an der Emil-Figge-Straße und „An der Palmweide“. © Hans Blossey

Spätestens seit der ersten 49-Prozent-Wanderung vor 53 Jahren wissen die meisten in Dortmund, dass sie in einer grünen Stadt leben. Inzwischen sind laut städtischem Vermessungs- und Katasteramt 63,3 Prozent, also etwa zwei Drittel des Stadtgebietes grün.

Es geht aber noch grüner. Und das mag selbst die ersten 49-Prozent-Wanderer überraschen: Ein neues Ranking weist Dortmund als grünste Stadt Deutschlands und sogar als viertgrünste Stadt der Welt aus – hinter den Städten Charlotte (USA), Durban (Südafrika) und Vilnius (Litauen).

Die neue Analyse hat den schönen Namen HUGSI. Das ist die Abkürzung für Husqvarna Urban Green Space Index, was so viel bedeutet wie städtischer Grünraum-Index, gesponsert vom Unternehmen Husqvarna, einem weltweit agierenden Hersteller von Grünpflege-Gerätschaften für den Profi-Einsatz in Parks, Wäldern und Gärten. Das Ranking gibt es seit 2019, Dortmund wurde 2020 erstmals betrachtet.

Auch die B1 ist eine Grünfläche

Für HUGSI hat das Start-up „Overstory“ mit Sitz in den Niederlanden und den USA Satellitenbilder von 155 verschiedenen Städten aus 60 Ländern mithilfe Künstlicher Intelligenz anhand mehrerer Parameter ausgewertet. Damit lässt sich laut Overstory nicht nur die Art der Grünfläche (in der einfachsten Ausprägung der Unterschied zwischen Bäumen und Gras) erkennen, sondern auch ihre Qualität (zum Beispiel einzelne Baumarten) und ihre Gesundheit. Eine multiplikative Art der Berechnung soll sicherstellen, dass Städte mit hohen Werten für mehrere Faktoren höher gewertet werden als Städte mit einem sehr hohen Wert für einen einzelnen Faktor.

Betrachtet wurden dabei ausschließlich urbane Gebiete, also Bereiche, in denen auch Menschen wohnen und arbeiten. So sind beispielsweise die Wälder in den südlichen Stadtteilen gar nicht in die Berechnung mit eingeflossen. Umgekehrt gilt die Bundesstraße 1 zwischen Wittekindstraße und Hauptfriedhof als Grünfläche. Grund ist ihr üppiger Baumbestand. Diese Maßstäbe gelten jedoch für alle verglichenen Städte gleichermaßen.

Das Ziel von HUGSI ist es, Erkenntnisse über Größe, Proportion, Verteilung und Gesundheit von Grünflächen in städtischen Gebieten herauszufiltern, aus denen sich neue Erkenntnisse und mögliche Maßnahmen ableiten lassen. Die weltweite Urbanisierung findet in einem nie dagewesenen Tempo statt, das Klima wandelt sich in einem fort. Overstory arbeitet an Tools, die helfen sollen, diese Entwicklung besser im Sinne der Nachhaltigkeit zu steuern.

OB-Westphal: „Jetzt schon Weltklasse“

Oberbürgermeister Thomas Westphal jedenfalls freut sich über dieses außerordentliche Ergebnis und über die Anerkennung. Das bestätige den Weg, den die Stadt in puncto Stadtgrün bisher gegangen sei und sei Ansporn für noch größere Ziele.

Westphal: „Die Dortmunder Grünanteile sind jetzt schon Weltklasse. Das möchten wir weiter ausbauen. Deshalb möchte ich mehr Stadtbäume, mehr Parks und grüne Oasen in unserer Stadt. Die Internationale Gartenausstellung IGA 2027 ist für mich ein festes Datum für diese Entwicklung.“ Sie werde einen kräftigen Schub auch für die Vernetzung der Grünflächen in Dortmund bringen.

Schon mit dem neuen Landschaftsplan wurden im vergangenen Jahr noch mehr Gebiete und noch mehr Natur unter Schutz gestellt. Doch auch die urbanen Bereiche Dortmunds bekommen mehr Grün. Im nördlichen Bahnhofsumfeld, auf dem ehemaligen Gelände der Westfalenhütte (Grüner Ring) und auf dem ehemaligen HSP-Gelände (Smart Rhino) werden neue Parks und attraktive Grünflächen entstehen.

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