Dortmund erwartet Raupenplage: Der Eichenprozessionsspinner hat Saison

dzEichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner kommt zurück: Laut Stadt Dortmund ist ab Mai mit einer akuten Gefahr durch die Brennhaar-Raupen zu rechnen – die Verwaltung hat bereits Vorkehrungen getroffen.

Dortmund

, 09.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als würde die Corona-Krise nicht schon genug Probleme mit sich bringen, so dürfte bald ein weiteres auf Dortmund zukommen: der Eichenprozessionsspinner. 2019 hatte die Ausbreitung der Tiere unter anderem für die Schließung von Parks gesorgt.

Die Saison der Raupen mit den giftigen Brennhaaren und dem unhandlichen Namen beginnt. Laut Stadt Dortmund geht sie von circa April bis August, akute Gefahr bestehe ab Anfang Mai bis in den September hinein.

Einen aktuell bekannten Befall bestätigt die Stadt auf Anfrage am Donnerstag (7.5.) allerdings noch nicht.

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Im August verpuppen sich die Raupen, und werden zu Faltern – doch die Brennhaare bleiben in den Nestern zurück. Sie können Atemwegsbeschwerden bis hin zu allergischen Reizungen und Schocks auslösen.

Vorkehrungen für einen noch stärkeren Befall als 2019

Bereits 2019 hat der Spinner in Dortmund über 2000 Bäume befallen – und die Stadt und Region damit gehörig überrascht.

Die Kolonnen des Dortmunder Tiefbauamtes hatten gemeinsam mit externen Schädlingsbekämpfern reichlich zu tun, um die Bäume abzusaugen und von den gefährlichen Tieren und ihren Nestern zu befreien.

Zeitweise sperrte die Verwaltung sogar Parks und Friedhöfe ab – wie etwa den Fredenbaumpark.

Die Stadt Dortmund nimmt nun wieder den Kampf auf. Für ihre Vorbereitungen geht sie sogar von einem noch deutlich stärkeren Befall als 2019 aus. So wolle man im Fall der Fälle für eine erneute unliebsame Überraschung gewappnet sein.

Stadt will nach Möglichkeit Absperrungen vermeiden

In einem ersten Schritt hat das Grünflächenamt am Montag (4.5.) einen neuen Info-Flyer zum Eichenprozessionsspinner vorgestellt. Dieser steht unter www.raupeninfo.dortmund.de zum Download bereit.

Ulrich Finger (Fachbereichsleiter Grünflächenamt, v. l.), Arnulf Rybicki (Dezernent für Bauen und Infrastruktur) und Heiko Just (stellvertretender Fachbereichsleiter Grünflächenamt) haben den neuen EPS-Flyer vorgestellt.

Ulrich Finger (Fachbereichsleiter Grünflächenamt, v. l.), Arnulf Rybicki (Dezernent für Bauen und Infrastruktur) und Heiko Just (stellvertretender Fachbereichsleiter Grünflächenamt) haben den neuen EPS-Flyer vorgestellt. © Gorecki / Stadt Dortmund

„Der EPS ist ein Risiko, mit dem man vor allem in den nördlichen Stadtteilen überall bis circa Ende August rechnen muss. Daher werden in Grünanlagen, Parks, Friedhöfen und Wäldern einheitliche, temporäre Info- und Warnschilder aufgestellt“, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung.

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Dem Flyer ist zu entnehmen, dass diese Schilder je nach gemeldetem Befall zum Einsatz kommen. Dort heißt es allerdings ausdrücklich, dass diese Schilder kein Verbot, sondern eine Warnung ausdrücken. Sie seien „ein Appell an die Eigenverantwortlichkeit aller Dortmunder*innen – Betreten auf eigene Gefahr“.

Diese Warnschilder kommen zum Einsatz, wenn ein Befall festgestellt wird.

Diese Warnschilder kommen zum Einsatz, wenn ein Befall festgestellt wird. © Stadt Dortmund

Absperrungen wolle man so möglichst vermeiden. „An einzelnen Eichenalleen, Schulen oder Tageseinrichtungen für Kinder“ könnten sie jedoch unerlässlich sein.

Befallene Bäume an Schulen, Tageseinrichtungen für Kinder (TEK) und Kinderspielplätzen abzusaugen, habe für die Stadt Priorität. Danach folgen Sportplätze und Freibäder; andere öffentliche Gebäude; Grünanlagen und Parkwälder; Straßenbäume.

Info: Die Bürger können der Stadt Dortmund jederzeit befallene Bäume unter raupenmelder@dortmund.de oder Tel. (0231) 50 16 32 0 melden.
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